(Koch Media) Als ich die Email der Promofirma bekam, musste ich sofort "HIER!" zurück mailen, als ich las, dass es sich bei THE KEEPING ROOM um einen Home-Invasion-Film handelt, der im Wilden Westen angesiedelt ist. Aber dann doch nicht so Horror-Film-like, wie man annehmen könnte. Für den Plot bediene ich mich mal bei der Kurzbeschreibung des Klappentextes: "Der US-amerikanische Bürgerkrieg zwischen Nord- und Südstaaten nähert sich im Jahr 1865 zwar seinem unausweichlichen Ende. Doch auch in den letzten Tagen des blutigen Konflikts regieren Gewalt und Tod: Für die willensstarke Augusta, die zusammen mit ihrer Schwester Louise und Sklavin Mad auf einem abgelegenen Anwesen auf das Kriegsende wartet, werden die letzten Tage des Kriegs zum Überlebenskampf: Zwei Deserteure der herannahenden Unions-Armee haben es auf die wehrlosen Frauen abgesehen ..." Unter der Regie von Daniel Barber spielen u.a. Brit Marling, Hailee Steinfeld und Sam Worthington, der es ja auch missverständlich aufs Cover geschafft hat und für mich dadurch wie der Held des Films wirkt. Was er aber nicht ist, sondern er ist einer der beiden Angreifer, die auch bereits bei ihrem ersten Auftritt im Film schon eine Aura des Terrors versprühen. Es dauert zwar ewig, bis das erste Wort gesprochen wird, aber das macht das Duo nur noch kompromissloser und böser. Die Vergleiche, die für THE KEEPING ROOM herangezogen werden (The Homesman, Serena, Jane Got a Gun), kenne ich bis auf True Grit nicht, darum finde ich THE KEEPING ROOM steht so ziemlich alleine auf weiter Flur mit der Thematik "Männer im Krieg, Frauen wehrlos zu Hause". Und gerade das macht ihn so interessant und sehenswert. Denn irgendwann im Film heisst es für die beiden Schwestern und ihre "Sklavin": zu den Waffen und sich der eigenen Haut erwehren. Können die drei Frauen gegen die beiden Männer bestehen? Oder fallen sie der Mordlust der Männer zum Opfer? The Keeping Room_8 Die Figuren sind allesamt gut gezeichnet, Sam Worthington wirkt mir aber im weiteren Verlauf igendwie zu sympathisch. Ohne zu viel zu verraten. Die Figur der Sklavin ist mit einer Tragik behaftet, die einem die Tränen in die Augen treiben kann, überrascht dann aber mit einem weiteren Wesenszug. Alleine deshalb sollte man den Film sehen. Übrigens sollte man unbedingt nach dem Film noch das Making Of einschieben, denn dort bekommt man noch einige wichtige Hintergrund-Informationen und kann sich zudem die Meinungen der Darsteller zu ihren Charakteren einholen. Aufgrund einiger Logikbrüche und "Was soll das?"-Momente nur guter Durchschnitt. Da wäre mehr drin gewesen. Das Ende des Films stimmt dann aber wieder versöhnlich. BD, DVD und VoD-VÖ: 17.03.2016 3.5-Blitz