(Universal Music/T-Boy Records) ROB ZOMBIE-Fans können sich dieses Jahr wahrlich freuen, nicht nur das mit 31 nach Jahren des Wartens endlich sein neuster Film erscheint, nein auch ein neues Album hat der Mann in den Startlöchern. "The Electric Warlock Acid Witch Satanic Orgy Celebration Dispenser" ist der extrem lange und sperrige Titel der neuen Scheibe. Bevor man es jedenfalls gelernt hat, sich diesen Titel zu merken, kann man das Album sicherlich schon ein paar Mal durchhören. Denn mit knapp über 30 Minuten ist es nicht unbedingt besonders lang ausgefallen. Aber auch dieses Mal bringt ROB ZOMBIE wieder feinsten Horror für die Ohren mit. Und das meine ich im positiven Sinne. 'The Last Of The Demons Defeated' ist dabei ein knapp 90-sekündiger Einstieg in diese Welt des Horrors und ist eigentlich nicht mehr als ein Intro, bevor es mit 'Satanic Cyanide! The Killer Rocks On!' richtig los geht. Erst hören wir eine extrem hoch gepitchte Stimme, die Rockmusik verteufelt, bevor ROB ZOMBIES markante Stimme ertönt. Es folgt ein gelungener, wenn auch verhältnismäßig ruhiger Einstieg. Weiter geht es mit 'The Life And Times Of A Teenage Rock God' wie bei dem Stück zuvor, ist auch dieser immer mal wieder mit Sprachaufnahmen im Hintergrund bestückt worden. Sonst ist es ein recht einfach gestricktes Stück, welches am Ende in einen Live-Part gipfelt. Keine Angst, eure Scheibe hat bei 'Well, Everybody’s Fucking In A U.F.O.' zu Anfang keinen Sprung, der Song, welcher schon als Single erhältlich war, ist wahrscheinlich der Eingängigste auf der ganzen CD. Am besten einfach das dazugehörige Video angucken. Hinter 'A Hearse Overturns With The Coffin Bursting Open' verbirgt sich nicht mehr als ein kleines Instrumetalstück zur Überbrückung bis 'The Hideous Exhibitions Of A Dedicated Gore Whore' beginnt. Ein weiterer Beweis dafür, was für ein Glück wir haben, dass die Texte nicht auf Deutsch sind. Sonst würde dieses Album sicherlich nicht lange im freien Umlauf sein. Es sei einfach jedem mal empfohlen, hier auf den Text zu achten. 'Medication For The Melancholy' erinnert mit seinen Synthie-Sounds an die Sci-Fi B-Movies der 80er, was mir persönlich sehr gut gefällt. Eine Headbanging-Garantie bringt 'In The Age Of The Consecrated Vampire We All Get High' mit sich. Richtig schön hart und mit gerade mal zwei Minuten ein kurzer Schlag mitten in die Fresse. Ein weiteres Überbrückungsstück erwartet uns mit 'Super-Doom-Hex-Gloom Part One', denn mehr als ein paar instrumentelle Geräusche gibt es hier nicht zu hören. Nach dem recht gefälligen 'In The Bone Pile', kommt mit 'Get Your Boots On! That’s The End Of Rock And Roll' nochmal ein richtiger Knaller. Schön, dass man sich sowas bis zum Schluss aufgehoben hat. Wobei mit 'Wurdalak' ja noch ein Lied aussteht, welches es wirklich in sich hat. Das ca. zweiminütige Auslaufen des Songs inklusive Piano und Gewitter-Aufnahmen, sorgt dann auch dafür, dass es mit über fünf Minuten der längste Track des Albums ist. Ein düsterer und schwerer Abschluss, zu einem eher sonst kurzweiligen und schnellen Ausflug in den Horror des ROB ZOMBIE.
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Photo courtesy of Universal Records

12 Lieder befinden sich auf dieser CD mit dem unaussprechlichen Titel, davon sind dann ganze drei Stücke einfach nur Überleitungen. Von den restlichen neun sind dann acht unter drei Minuten lang. Ja, im Endeffekt gibt es gar nicht so viel neues Material zu hören. Aber das was es gibt, ist ziemlich gelungen. Ohne große Experimente liefert 'ROB ZOMBIE' das ab, was die Fans auch von ihm erwarten. Außerdem dürfte dieses Album eigentlich jedem Alice Cooper-Fan gefallen und auch wer den damaligen Marilyn Manson mochte, wird mit dem Kauf keinen Fehler begehen. Man muss die Scheibe aber schon ein paar Mal hören, um ihre Qualitäten zu entdecken. Denn die Songs sind sonst einfach zu schnell wieder vorbei, bevor man sich mit ihnen komplett angefreundet hatte. Album-VÖ: 29.04.2016 Anspieltipps: 'Well, Everybody’s Fucking In A U.F.O.', 'In The Age Of The Consecrated Vampire We All Get High' 5-Blitz