(Spinefarm/Carolin)

Der Schweden-6er HELHORSE (nein, ich habe kein „l“ vergessen) legt mit dem selbstbetitelten Werk schon das das dritte Album auf und hat hat auch vorher unter dem Namen Dodning bereits seit 2006 Skandinaviens Bühnen zu Kleinholz verarbeitet. Keine Newcomer also und insbesondere das letzte Album "Oh Death" hat bei vielen einen guten Eindruck hinterlassen.

Gestartet ist Dänemarks „bester Liveact“ (so das Band-Info) eher als Stoner/Sludge-Band und auch heute lassen sich davon noch letzte Reste erkennen. Auf dem Punkt gebracht spielen HELHORSE harten Rock mit einer ordentlichen Metal-Kante und pentatonischen Riffs, die eben auch im Stoner gerne gesehen werden. Die Songs haben mächtig Schub, da gibt es nichts zu meckern.

Zwischendurch wird es aber auch mal fast balladesk ('Fortune Favors The Bold'). Ich muss sagen, dass der Opener mit 'Carry Your Own' irgendwie nicht so glücklich gewählt ist. Zu lange dauert es, bis der Song richtig in Fahrt kommt, zu zahm sind die Gesanglinien. Mit dem zweiten Song 'Among The Wolves' ist dann alles klar. Dass Riff sägt, der Bass drückt - alles in schönster Hardrock-Manier, nur ein bisserl dreckiger. 'Blood Boiler' ist mein Favorit. Schön dreckig und mit viel Gesang vom Keyboarder Aske. Der schreit sich hardcoremäßig die Kehle aus dem Leib und bildet damit einen willkommenen Kontrast zu Mikkels sehr melodischem Gesang, der mir persönlich manchmal zuviel Pathos hat. Dafür haut er eine Hookline nach der anderen raus.

Photo courtesy of Spinefarm

Photo courtesy of Spinefarm

Äh warte mal: Keyboarder? ja genau, ein Fender Rhodes verrichtet im Hintergrund seinen Dienst und belebt den Gesamtsound sehr angenehm. Keine Sorge, mit 80ties Hairmetal à la Europe-Sounds hat das nix zu tun. HELHORSE sind eine härtere Hardrock-Variante mit viel modernen Groove, zwischendrin ordentlich Metal-Druck und dem ein oder anderen „schmutzigen“ Part, der für das nötige Quentchen Abwechslung sorgt.

Album-VÖ: 16.05.2016

4-Blitz