(Destiny Records/ Dirty Six Records/ Broken Silence) Da sind sie also wieder. VENEREA, die (alten) Schweden. MelodyCore mit leichter Metal-Kante ist ihr Metier. Seit einem Vierteljahrhundert am Stizzle, das reguläre Debütalbum "Both Ends Burning" wurde auch schon vor fast 20 Jahren veröffentlicht. Nach einer wohl notwendigen langjährigen Schaffenspause, erschien dieser Tage das mittlerweile achte Studioalbum "Last Call For Adderall" - etwas überraschend kamen vor ein paar Monaten über die sozialen Netzwerke kleckerweise die ersten Informationen zum neuen VENEREA-Output. Nun steht es also für eine Bewertung bereit. Und wie soll man etwas bewerten, was sich seit Jahrzehnten kaum verändert hat? Auf den Punkt gespielte PunkRock-Hymnen, die den richtigen Punch mit Eingängigkeit verbinden. Durch die doppelte Gitarrenarbeit und der teilweise inbrünstigen Gesangsleistung in den Refrains, werden VENEREA auch nicht umsonst die "Iron Maiden des Punkrock" genannt. Während des großen Skandinavien-Hypes Ende der 90er, als No Fun At All, Millencolin oder Satanic Surfers durchstarteten und den Sound definierten, der jahrelang das Genre dominierte, waren VENEREA die Vertreter der zweiten Reihe (gemeinsam mit z.B. Adhesive oder Pridebowl). Etwas außerhalb des Fokus der finanziellen Zugpferde, wurden Alben veröffentlicht, die kompromissloser und ohne Zugeständnisse an etwaige Arbeitgeber (= Plattenfirmen) produziert worden sind. 14 Tracks haben es auf "Last Call For Adderall" geschafft und werden konsequent in Uptempo-Laune durchgezockt. Keine Verschnaufpause. Die Drums galoppieren voran, werden angetrieben durch präzise Bassläufe und flankiert von den Riffs und eingestreuten Solis, welche den unverschämt eingängigen Melodien das Sahnehäubchen aufsetzen. Wenn Euch die letzten Jahre evtl. die Frage im Kopf herumschwirrte, ob es heutzutage keinen schnörkellosen MelodyCore mehr gibt oder warum dies so ist. Doch, es gibt ihn zum Glück noch - warum er so wenig gezockt wird - keine Ahnung. Aber dieses Grinsen, wenn ohne großen Firlefanz z.B. 'The Beans & The Grinder' oder 'Mark Of Cain' über einen hinwegfegen ist so befreiend, dass ich mir ein Revival des Skatepunks wünschen würde (Off Topic: die neue Belvedere ist auch ein Hammer geworden). Aber auch die textliche Komponente stimmt bei VENEREA, wenn bei 'Not My Country' und 'Under Siege' der politische Finger in die offene Wunde gelegt wird.
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Photo by Jens Nordstroèm

Schön, dass es die Schweden nochmal geschafft haben, sich aufzuraffen, Konzerte zu spielen und "Last Call For Adderall" aufzunehmen. Es hätte mir sonst etwas gefehlt in diesem Jahr. 🙂 Das macht Bock. Ist auf eine Art unspektakulär, aber gerade dieses Understatement gefällt mir außerordentlich gut. Im Zuge der Veröffentlichung vom neuen VENEREA-Album haben wir die Möglichkeit, in Kooperation mit der zuständigen PR-Agentur Uncle M zwei Jutebeutel zu verschenken/verlosen. Venerea_Jute Was Ihr tun müsst? Uns auf Facebook (http://www.facebook.com/gestromt.de) mit einem “Gefällt mir” markieren!!! Oder/Und uns bei Twitter (https://twitter.com/gestromt) folgen!!! Warum das Ganze? Um die Gestromt-Message zu pushen, eine kleine Gegenleistung möchten wir ja auch! 2. Eine Mail an verlosung(at)gestromt.de schreiben, Betreff: "Die Juten Venerea" mit Eurem vollen Namen, der URL/Adresse eures Facebook-Profils/Twitter-Accounts (wir müssen das ja abchecken!) und der postalischen Anschrift für die Verschickung, falls ihr gewinnen solltet! Der oder die Glückliche wird dann im Falle eines Gewinnes benachrichtigt! Der Rechtsweg ist ausgeschlossen! Wer uns schon bei Facebook und/oder Twitter folgt (nachweislich), schreibt nur die E-Mail, ist ja klar! Einsendeschluss ist der 05.06.2016 18 Uhr! Album-VÖ: 29.04.2016 5-Blitz