(Earache/Soulfood)

RIVAL SONS haben ihren Sound längst als Marke etabliert. Auch auf "Hollow Bones" bekommt man den erwartbaren Bluesrock geliefert, der sich irgendwo zwischen Led Zepplin und Deep Purple verorten lässt, aber eben auch ohne jegliche Überraschung daherkommt.

Die Alben von RIVAL SONS sind inzwischen ähnlich überraschungsarm, wie der erwartbare Veröffentlichungsrythmus. So kann man fast den Wecker danach stellen, dass alle zwei Jahre in den Sommermonaten ein neues Album der Kalifornier in den Läden steht. Dazu eine Tour als Support irgendeiner Musikgröße, in diesem Jahr Black Sabbath, die nochmal abkassieren möchten und der obligatorische Slot bei Rock am Ring/Rock im Park. Das ganze wirkt so routiniert und leidenschaftslos, dass man sich fragen muss, was bleibt eigentlich, wenn die Ozzys und Bruces dieser Welt die RIVAL SONS nicht mehr mit ins Reisegepäck packen?

Mit "Hollow Bones" wird man den Zuhöhrer jedenfalls nicht so leicht hinter dem Ofen hervorlocken. Der Titeltrack gleich zu Beginn des Albums geht zwar ganz gut ins Ohr und bekommt kurz vor Abschluss der Platte auch noch einen zweiten Part spendiert, aber ansonsten zeichnet sich das neue Werk vor allem durch eines aus – Langeweile. Die Songs wirken wie am Reißbrett entstanden und dürften es wohl auch sein, wenn man sich Tour- und Arbeitspensum der Band vor Augen führt. Denn wirklich Zeit, um mal etwas zu entwickeln, nehmen sich die Musiker von RIVAL SONS nämlich nicht. Entweder ist man gerade auf Welttournee oder spielt im Studio die nächste Platte ein. Dass dann am Ende alles gleich und austauschbar klingt, dürfte somit kaum jemanden ernsthaft verwundern. Und mit lediglich neun Tracks fällt die neue Platte dann auch noch ungewöhnlich kurz aus – ähnlich wie diese Rezension.

photo courtesy by earache records

photo courtesy by earache records

Album-VÖ: 10.06.2016 3-Blitz