(Entertainment One Music/SPV) Seit zwei Tagen ist die neue Scheibe von BLACK CROWN INITIATE im gut sortierten Plattenhandel erhältlich und trägt den Titel "Selves We Cannot Forgive". Auch wenn ich dieses Mal ein wenig spät dran bin, wollen wir Euch unsere Meinung zum neuen Album des US-amerikanischen Fünfers in keinem Fall vorenthalten. Bereits der Opener 'For Red Cloud' macht unmissverständlich klar, in welche Richtung die Reise gehen wird und auch die restliche Scheibe macht da keine Ausnahme. Tiefe, druckvolle Growls wechseln sich mit melodischem Klargesang ab. Bassige Gitarren werden jäh durch überraschend filigrane Melodien unterbrochen. Insgesamt ein wohlklingendes Progressive Death Metal-Potpourri al la Fallujah und Ne Obliviscaris, das mächtig Laune auf mehrere Durchläufe macht. Diese sind auch nötig, denn mit einem Mal wird man der Komplexität der Scheibe nicht gerecht. BLACK CROWN INITIATE haben sich mit "Selves We Cannot Forgive“ definitiv nicht lumpen lassen und hörbares Herzblut in die Scheibe gesteckt. Überzeugendes Songwriting und hervorragende Soundqualität machen das Album definitiv zu einem würdigen Vertreter im heimischen CD-Regal.
Photo courtesy of Entertainment One Music

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Natürlich gibt es immer auch Aspekte, die einem nicht ganz so gefallen. Was mir anfänglich noch sehr gut gefallen hat, langweilt mich mit jedem Durchlauf mehr, da das Stilmittel in nahezu jedem Song zu finden ist. Die Rede ist vom Wechsel zwischen Growls und klarem Gesang. Aus meiner Sicht hätte dem Album ein sparsamerer Einsatz des Stilmittels gutgestanden. Das ist allerdings Jammern auf hohem Niveau. Denn insgesamt ist und bleibt "Selves We Cannot Forgive" ein saustarkes, druckvolles Teil, das Freude beim Hören macht und in dem man sich wunderbar verlieren kann. Fünf solide Blitze gibt es von mir. Album-VÖ: 22.07.2016 5-Blitz