STONED GOD aus Göttingen haben es geschafft: Ihr neues und erstes Album "Discordant Divinity" ist erhältlich. Grund genug für gestromt.de, sich mal mit Steffen (Gitarre, Gesang) und Louis (Schlagzeug) über die Band und ihre Zukunftspläne zu unterhalten. Moin! Stellt Euch doch mal kurz vor! Louis: Moin! Wir sind STONED GOD, eine vierköpfige, junge Progressive Death Metal Band aus Göttingen. Steffen: Ich bin Sänger und Gitarrist, Louis sitzt hinter den Drums und Kenny spielt Bass. Ein Neuzugang ist unsere zweite Gitarristin Madita Pusch. Bei STONED GOD denken sicher viele Leute an Kiffen Louis: Den Bandnamen soll jeder auf seine eigene Weise interpretieren! Steffen: Ja, das stimmt! Der Name ist eigentlich sehr vielseitig und drückt auf verschiedene Weisen Aspekte aus, die unsere Band prägen - sowohl musikalisch als auch lyrisch. Das hat aber nicht zwangsläufig etwas mit Kiffen zu tun... Was sind Eure musikalischen Einflüsse? Louis: Alles, was wir persönlich hören, auch Sachen abseits von Metal . Das hält unsere Musik lebendig, während viele Bands ihren Sound in einer eng definierten Sparte ansiedeln. Steffen: Von Dismember über Kyuss bis hin zu Pink Floyd müsste ich jetzt echt fast alle Bands aus meinem CD-Regal nennen. Wer nicht kombiniert, stagniert...könnte man sagen. Es gibt so viele Bands im Metal, die sich nur an ihren Vorbildern aus einer bestimmten Zeit und festgelegten Genres orientieren und dadurch – zumindest für mich – tote Musik machen. Man muss sich zum Beispiel auch mal von ganz anderen Musikrichtungen alternative Herangehensweisen an das Songwriting abgucken. Seit 2013 seid ihr gemeinsam in Sachen Metal unterwegs. Lebenszeichen sind Eure erste EP "Perception" und nun Euer neues Album "Discordant Divinity". Wie läuft das Songwriting bei Euch ab? Steffen: Durch die vielen Line-Up Wechsel sind alle Tracks auf dem Album ein bisschen unterschiedlich entstanden. Manche Songs sind kollektiv im Proberaum entstanden, während ich manche Songs zu Hause geschrieben habe. Die haben wir dann zusammen nochmal geändert und ergänzt. Aber wir jammen auch oft zusammen und machen so grobe Arrangements. Zu den Riffs steuert jeder mal was bei, wobei viel von mir kommt.
Photo by Eckart Eigl

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Wovon handeln Eure Texte? Steffen: Ich lege vor allem viel Wert auf Biss, Tiefe und Atmosphäre und brauche einen persönlichen Bezug zu den Textinhalten. Daher möchte ich auch eigentlich ungern direkte Aussagen treffen, denn das Formen einer eigenen bildlichen Interpretation ist der Sinn im Lesen dieser Texte und erschafft einen neuen persönlichen Bezug zwischen dem Leser und Text. So funktioniert für mich Lyrik... Was sind aus Eurer Sicht die wichtigsten Meilensteine der Bandgeschichte? Steffen: Der erste Gig vor einem vollgepackten Saal war eine große Erfahrung! Und, dass jetzt unser Debutalbum endlich veröffentlicht ist, es in den Händen halten zu können. Louis: Ja, eigentlich alle Veröffentlichungen, aber auch die letzten zwei Line-Up Wechsel, die zu unserer jetzigen Besetzung mit Kenny und Madita geführt haben, waren sehr wichtige Erfahrungen. Steffen: Ja das stimmt. Wir haben das Gefühl jetzt endlich richtig loslegen zu können! Was ist das Besondere daran in einer kleinen Studentenstadt als Metalband aktiv zu sein? Steffen: Erfahren zu müssen, das es keine Nachwuchsförderung im künstlerischen und musikalischen Bereich von der Stadt gibt. Das ist nervig! Mit der Uni haben wir alle nicht so viel zu tun, zumindest nicht mit dem Hauptbereich. Welche Zukunftspläne habt Ihr? Louis: Musik schreiben, Alben produzieren und Live spielen! Wenn Ihr träumen dürftet, was würdet Ihr Euch am meisten für STONED GOD wünschen? Steffen: Weiter den Spaß an der Musik zu behalten und diese in die Welt zu tragen. Und natürlich als Band befreundet zu bleiben! Habt Dank für das Interview!