(Xtra Mile Recordings)

Dass SKINNY LISTER eine Band mit außergewöhnlichen Live-Qualitäten sind, ist schon lange kein Geheimnis mehr. Dass es ihnen nun von Album zu Album auch immer besser gelingt, ihre Energie auf Platte zu bannen, hingegen schon.

Support für Frank Turner dürfte im Folkbereich das Äquivalenz zum Ritterschlag durch die Queen sein. SKINNY LISTER haben diesen Ritterschlag jüngst erhalten und denken gar nicht daran, sich auf ihrem Ruhm auszuruhen. Mit "The Devil, The Heart & The Fight" veröffentlichen die Engländer nun ihr drittes Folkalbum, welches verdammt nah am Indierock gebaut wurde. Der erste Block an Songs ('Wanted', 'Geordie Lad', 'Tragedy In A Minor') zaubert einem direkt so gute Laune ins Gemüt, dass mit dieser Platte im weiteren Verlauf eigentlich gar nichts mehr schief laufen kann. 'Devil In Me' und 'Reunion' nehmen sich in Folge zwar etwas zurück, sorgen aber somit für Abwechslung und sind auch wahrlich keine schlechten Songs. Vor allem geben sie der Sängerin Lorna Thomas einen gewissen Spielraum, welche während des starken Auftaktes schon drohte, in Vergessenheit zu geraten.

Neben den kleinen Songperlen ('Injuries') finden sich dieses Mal auch Tracks auf der Platte, welche sich nach ganz fetter Produktion anhören ('Beat It From The Chest', 'Charlie'). Der auf der B-Seite des Albums befindliche Song 'Charlie', ist nicht nur ein außerordentlich guter Track, sondern beinhaltet auch eine interessante Story: „'Charlie' is about a friend of mine – Charlie Heaton – from Bridlington who has recently found fame in the US as an actor, most notably his recent role in the Netflix series Stranger Things," gibt die Band freudig Auskunft.

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photo courtesy of xtramilerecords

In Summe steht hier in jedem Fall ein gutes Album, welches Spaß macht und für zwischendurch niemals die falsche Wahl ist.

4-Blitz

Album-VÖ: 30.09.2016