(Secret Trees) Nach dem letztjährigen Meisterwerk "Dreamcrash" wurde es, abgesehen von einigen Touretappen, relativ still um die Finnen GRAVE PLEASURES (ehemals Beastmilk). Nun gibt es ziemlich überraschend neue Kompositionen, die in Form einer streng limitierten Single (300 x schwarzes Vinyl, 200 x gelbes Vinyl bei http://promo.hearthemusic.de/ui/?link=47e46db035719364) oder digital (https://gravepleasures.bandcamp.com) erscheinen. Die Songs auf "Funeral Party" tragen die elegisch-melancholischen Titel 'Deadenders' und 'Cold War Funeral'. Die Frage die sich stellt: Werden die GRAVE PLEASURES auch auf kurzer Distanz überzeugen können? 'Deadenders' hat relativ schnell seinen Groove gefunden und überzeugt mit dem düsteren Gesang von Frontmann Mat McNerney und einem gitarrenorientierten New-Wave-Einschlag, der extreme Hitqualitäten aufzeigt. Rockige Editors oder meinetwegen Interpol treffen auf moderne Joy Divison. Perfekter Song für die derzeitige Jahreszeit. Die B-Seite 'Cold War Funeral' ist etwas melancholischer angelegt. Glaubt man im ersten Moment, dass der Song vor sich hintrödelt und sich nicht entscheiden kann, wohin er möchte, eröffnet sich nach mehrmaligen Hören ein wahres PostRock-Monstrum, was nur durch den extrovertierten Gesang gebändigt werden kann.
grave_pleasures_photo_courtesy_of_sailor_entertainment

Grave Pleasures Photo courtesy of Sailor Entertainment

GRAVE PLEASURES zeigen mit "Funeral Party", dass sich ihr Konzept von "gothic-chic" mit packenden Songs vereinbaren lässt und beweisen es mit dieser tollen Veröffentlichung, die die Wartezeit auf ein neues Album verkürzt (auch wenn die Ungeduld wächst 🙂 ). Single-VÖ: 18.11.2016 4.5-Blitz