Rodeostar/ Soulfood) Heavy-Rock mit Frauengesang ohne in die Symphonic-Metal Untiefen abzugleiten. Klingt auf dem Papier erstmal herausfordernd - zumindest für die vorliegende Rezension des Schreibers, der kein Geheimnis daraus macht, dass er female-fronted Bands oft nichts abgewinnen kann. Zu sehr wird auf der Klaviatur der hohen Töne gespielt, was dem subjektiven Nervenkostüm nicht gerade zuträglich ist. Hier mal die Eckdaten des Vierers aus Australien/ Neuseeland: DEVILSKIN haben den Sprung über den großen Teich schon mit ihrem Debüt "We Rise" geschafft und sämtliche relevanten Festivals gezockt, um sich in die Stammhirne des geneigten Rockfans einzunisten. Mit "Be Like The River" erscheint nun nach sechs Jahren Wartezeit das zweite Album - hiermit soll der erarbeitete Respekt zementiert werden. Und die Voraussetzungen dafür sind schon einmal mit dem Haus & Hof-Produzenten Clint Murphy (u.a. Silverchair) und der Mastering-Arbeit eines Ryan Smith (u.a. AC/DC, Ozzy Osbourne) gegeben. Jetzt müssen nur noch die Songs überzeugen. Und da liegt der Hase im Pfeffer begraben (oder wie das heißt): Was Mann/Frau sich hier aus dem kreativen Ärmel geschüttelt hat, ist zwar nett anzuhören, bleibt aber leider nicht länger im Ohr als der jeweilige Song dauert. Manchmal lassen einzelne Momente aufhorchen - wenn z.B. im Hintergrund Growls angestimmt werden, die den Song eine aggressivere Note verpassen. Auch das ein oder andere Gitarrensolo wird klug gesetzt und lässt eine gewisse Dynamik zum Zuge kommen. Leider sind solche Momente aber zu rar gesät, als dass sich komplette Begeisterung entwickeln könnte. Die 13 Songs perlen an einem vorbei ohne hängen zu bleiben - im Grunde also Teflon-Rock.
stevedykesphoto.com

Devilskin Photo By Steve Dykes

Für den anspruchslosen Heavy-Rock-Hörer kann DEVILSKIN eine Alternative sein, da hier, leidlich spannend, durchschnittliche Rock-Elemente aneinander gereiht werden, ohne allerdings die Wertigkeit des Ganzen zu steigern. Einziger Wiedererkennungsfaktor liegt im Gesang von Jennie Skulander. Das ist aber zu wenig, um aus der Masse der Veröffentlichungen heraus zu stechen. Handwerklich solider Rock mit Metal-Kante, der es verpasst, sich zu positionieren. Album-VÖ: 11.11.2016 2.5-Blitz