(Concorde Home Entertainment)

"Wenn alle vernetzt sind, ist keiner sicher"! Nicht erst seit Stirb Langsam 3 wissen wir das! Und nicht zuletzt durch den Smombie, der es zum Jugendwort des Jahres 2015 geschafft hat, bekommen wir täglich vor Augen geführt, dass unsere Jugend am Arsch ist, wenn man als Pendler mal seine Mitreisenden betrachtet. Regisseur Tod Williams (Paranormal Activity 2) schickt John Cusack (2012 – Das Ende der Welt, Zimmer 1408) und Samuel L. Jackson (The Hateful 8, Django Unchained) als Hollywood-Größen Tag-Team in PULS auf die Straße des Überlebens. Basierend auf der literarischen Vorlage aus der Feder von Horror-Legende Stephen King müssen sich die Beiden gegen Horden von zombieähnlichen Ausrastenden wehren. Was sagt der Pressetext?

"Gerade hat Comiczeichner Clay Riddell (John Cusack) den ersten großen Deal für eine Graphic-Novel aus seiner Feder abgeschlossen – voller Freude ruft er bei seiner Frau und seinem kleinen Sohn an um diese Neuigkeit mit ihnen zu teilen. Das Gespräch wird kurz darauf unterbrochen, Clays Handy-Akku ist leer. Ausgerechnet jetzt. Was Clay im ersten Moment ziemlich ärgert, erweist sich nur wenige Minuten später als Glücksfall. Denn plötzlich und scheinbar aus dem Nichts verwandeln sich alle Handy-Nutzer um ihn herum in blutrünstige, zombieähnliche Killer, die brutal übereinander herfallen. Inmitten dieser apokalyptischen Zustände können sich Clay und der U-Bahnfahrer Tom (Samuel L. Jackson) retten. Abgeschnitten von allen digitalen Kommunikationsmitteln fassen sie den Entschluss, sich zu Fuß auf die Suche nach Clays Familie zu machen. Gejagt von den mörderischen Horden, wird ihr Weg durch die kalten Wälder Neuenglands zu einem blutigen Überlebenskampf, bei dem an jeder Ecke der Tod lauert …"

Und PULS legt für meinen Geschmack megabrutal los. Im Terminal des Flughafens bricht wirklich die Hölle los. Und schon in den ersten Minuten fragte ich mich, wie die schlechte Bewertung bei IMDB zustande kommt. 4,3 von 10, das ist wirklich mies. Aber auch nach dem Ende des Films blieb diese Frage, denn 4,3 sind definitiv ungerechtfertigt! Aber die Geschmäcker sind ja nun mal verschieden.

Im Film ist es ein einziges elektronisches Signal, landesweit gesendet an alle Handys, welches deren Nutzer zu blutrünstigen Bestien werden lässt. Ein erschreckender Fakt. So erschreckend, dass der Film es schafft, dass man a) die Furcht der Protagonisten spürt und b) auch sein eigenes Smartphone mit anderen Augen ansieht. Und genau das ist es, was ein guter Horrorfilm ausrichten sollte, wenn man sich mal die Hauptvertreter des Genres vor Augen führt. Für mich hat PULS dies kurzweilig geschafft. Auch das Ende fand ich sehr gelungen, so dass von mir 4 von 6 Blitzen aus dem Hut gezaubert werden! Auch wenn ich von Cusacks Aussehen etwas schockiert war. Aber wir werden ja alle älter!

DVD, Blu-ray und VoD-VÖ: 17.01.2017