(Pure Noise Records/ Soulfood)

Pure Noise Records kann auch mehr als "nur" PopPunk (The Story So Far/ Less Than Jake) - mit FIRST BLOOD holen sie sich Hardcore ins Haus. Die Band um den ehemaligen Terror-Bassisten Carl Schwartz hat sich sechseinhalb Jahre Zeit gelassen, um das Konzept-Album "Rules" auf den Markt zu schmeissen.

Wir lassen Herrn Schwartz mal erklären, was es mit dem Albumtitel und den darauf enthaltenen 12 Regeln auf sich hat: "Rules are everywhere. Explicit rules. Unwritten rules. Unspoken rules. The rule of law. Some rules we accept. Others we hate or choose to ignore. Frequently, those who set the rules are found guilty of breaking those rules. Many have become victims of the rules they live by, either by conquest or consent. I hope that, after listening to this album and reading the lyrics, we can revisit and remind ourselves of the very essence of the underground music scene: Living our own lives by our own rules".

Gesanglich werden kaum Variationen geboten und wenn nicht ab und an die Geschwindigkeit gedrosselt werden würde ('Rules Of Justice', 'Rules Of Crises'), wären FIRST BLOOD eine Band unter vielen. Die perfekt getimten Background-Shouts, das massive Drum-Spiel und die aufgepumpte Energie heben FIRST BLOOD allerdings etwas aus der Masse.

FIRST_BLOOD_Photo_by_Azumi_Tomoshige

FIRST BLOOD Photo by Azumi Tomoshige

Macht meiner Meinung nach trotzdem keinen Sinn irgendwas aufzudröseln, was eh nur aus bekannten Elementen und Versatzstücken besteht. Zugegeben: FIRST BLOOD haben den Setzbaukasten des Hardcore perfekt genutzt und mit "Rules" ein brutales Album zusammengekloppt. Allerdings dürfte dies nur was für Die-Hard-Fans sein, die sich auch zu Born From Pain, Knuckledust oder Throwdown ihre Cargo-Shorts anziehen.

Album-VÖ: 10.02.2017