(Holy Roar / Al!ve)

Bei der Partnerbörse der Musikgenre haben BRUTALITY WILL PREVAIL erfolgreich Hardcore mit Doom verkuppelt. Mit "In Dark Places" bringen die fünf Südwaliser nach "Forgotten Soul" (2009), "Root of All Evil" (2010), "Scatter the Ashes" (2012) und "Suspension of Consciousness" (2014) ihr fünftes Studio-Album auf den Markt. Trotz bereits 17 Jahren im Business seit der Gründung im Jahr 2000 gelten BRUTALITY WILL PREVAIL immer noch als Newcomer mit Potential. Dieses Image soll abgelegt und sich mit “In Dark Places“ fest im europäischen Hardcore etabliert werden.
Wie Name und das Cover des Albums es schon vermuten lassen geht es recht düster zu. Dies spiegelt sich sowohl in den Lyrics als auch im Sound der neun Tracks wieder. Diese sind recht experimentell und bedienen sich bei Sub-Genres wie Sludge oder Doom ohne dabei die catchyness eines guten Hardcore-Tracks einzubüßen.
Neben den wirklich gut gelungenen, düsteren Doom-Parts wird kompromisslos auf bekannte Hardcore Elemente zurückgegriffen. Dass wird Fans natürlich freuen und verspricht auch einiges an Action im Pit. Der Opener 'Serpent' macht schon klar in welche Richtung sich das Album bewegt. Ein Stück mit starken Doom-Metal Einflüssen. Leider wartet man vergeblich darauf, dass es mal richtig nach vorne geht. Das gilt im übrigen auch für die weiteren Tracks. Bis auf 'Perpetual Lows’ lässt das Tempo der Platte leider ein bisschen zu wünschen übrig. Für meinen Geschmack ein bisschen zu viel Down-Tempo, was das Ganze streckenweise schon recht monoton wirken lässt. Der ein oder andere Tritt auf's Gaspedal hätte dem Album sicher gut getan. Als Vorgeschmack auf das kommende Album gibt es den Track ‘Penitence‘ bereits nebst Videoauskopplung zu begutachten. Live waren die Waliser gerade erst mit Cruel Hand und No Turning Back in den Konzerträumen Europas zu begutachten.

Alles in Allem ist BRUTALITY WILL PREVAIL mit "In Dark Places" ein waschechtes Down-Tempo-Hardcore Album gelungen, was durch den Griff in die Doom Kiste mit einem eigenen düsteren Sound aufwarten kann. Allerdings doch sehr monton und eher wenig spannend auf Dauer.

Album-VÖ: 24.03.2017