(DIY)

Im Winter 2007 unter dem ursprünglichen Namen Depresside gegründet, veröffentlicht die Stralsunder Band DIAS mit "Alaska" ihre zweite EP seit Besatzungswechsel und Namensaktualisierung anno Frühjahr 2014.

Photo by Nina Grabowski

Sechs Songs umfasst das Werk, welche allesamt durch schöne und prägnante Melodien bestechen. Sänger Mätti erinnert dabei stimmlich gelegentlich an Callejon Fronter Bastian Sobtzick, thematisiert jedoch weniger flächendeckende Emotionsgefilde und Situationen. Bei DIAS geht es primär um Selbstfindung und die Liebe in all ihren Facetten. Und genau dort liegt der einzige wirkliche Kritikpunkt - textlich ist noch Luft nach oben!
Mehr Tiefgründigkeit und weniger aufgesetzt wirkende Reime sind wünschenswert. Denn hier und da kann ich mich zwar mit den Songs identifizieren, jedoch eher durch mein früheres Ich, als selbst die schlimmsten Probleme letztlich doch nur recht marginal waren.

Den Referenz Song der EP bildet für mich ganz klar der namengebende Track 'Alaska'. Als weiterer Anspieltipp fungiert der Opener 'Viel zu viel'.
Auch nach etlichen Runden mit "Alaska" habe ich nicht zu viel von DIAS und wünsche mir mehr. Dabei sollte das Songwriting jedoch etwas ausgebaut und um die ein oder andere Facette bereichert werden.
Der Kurs stimmt!

Album-VÖ: 02.03.2017