(Universum Home Entertainment)

Auch diesen Film gönnte ich mir ohne Klappentext. Anhand des Covers kann man ja schon so ungefähr das Genre erahnen. Naomi Watts in der Badewanne, eine diffuse Gestalt im Hintergrund. Psycho-Thriller? Horror-Film? Am Ende irgendwie beides, denn der Film wirkt zweigeteilt. Worum geht's? Der Pressetext:

"Die Kinderpsychologin Mary (Naomi Watts) kümmert sich in ihrem abgelegenen Haus aufopferungsvoll um ihren pflegebedürftigen Sohn (Charlie Heaton), der seit einem Autounfall komplett gelähmt ist. Ihr Ehemann ist bei diesem Unfall gestorben, und die Witwe hat seitdem ihren Kontakt zur Außenwelt bis aufs Nötigste beschränkt. Trotz allem nimmt sie einen neuen Patienten an, den Waisenjungen Tom (Jacob Trembley), und bietet ihm sogar an, für eine gewisse Zeit bei ihr einzuziehen. Aus dem Kontakt zu diesem Jungen schöpft sie neuen Lebensmut, doch noch am ersten Abend verschwindet Tom in einem gefährlichen Schneesturm und gilt seitdem als vermisst. Plötzlich geschehen beängstigende Dinge in Marys Haus und sie beginnt zu zweifeln: Ist Tom wirklich tot?"

Endlich auch mal ein Klappentext, der nur die nötige Essenz des Filmes preisgibt. Das Setting ist grandios gewählt, das abgeschieden skandinavisch wirkende Haus im Schnee bietet die perfekte Voraussetzung für den Stoff, auf dem Naomi Watts sich entwickeln kann. Ich habe den Film gestern Abend abgebrochen, weil ich mir lieber etwas NICHT so gruseliges angucken wollte, haha. Nein, im Ernst, bei einigen Schockeffekten bleibt einem schon mal das Herz kurz stehen, auch wenn man darauf vorbereitet ist, erwischt es einen dann doch. Obwohl Regisseur Farren Blackburn mit genrefremden TV-Serien wie Luther und Marvel’s Daredevil auffiel, liefert er aber mit SHUT IN einen Achtungserfolg im Psychothriller-Genre ab. Klar, der Film hält einige Löcher und Stirnrunzel-Momente parat, aber das eher für Genre-Vielgucker. Einsteiger können hier ihre Freude dran haben. Decke bis unter die Augen, nervös die Finger massieren, all das kann SHUT IN bewirken. 

Wer von Filmen wie The Boy und The Visit noch nicht genug hat, kann sich SHUT IN geben. Für einen Freitag- oder Samstagabend auf der Couch definitiv zu gebrauchen. Kein Highlight, aber okayer Durchschnitt. Besonders gefiel mir nebenbei Charlie Heaton aus Stranger Things, der zu Beginn des Films auch ziemlich böse gucken kann. Mehr wird aber nicht verraten.

DVD, BD, VoD-VÖ: 21.04.2017