(Koch Films)

Als ich bei der Ankündigung las, Mike Mendez (Killers) lässt B-Movie-Star Dolph Lundgren von der Leine, war ich aus dem Häuschen. Killers war damals so ziemlich das Schrägste, was ich bislang gesehen hatte. Und Rob Zombies House Of 1000 Corpses sollte erst viel später auf die Menschheit losgelassen werden.Worum geht's? Der Pressetext:

"Neun Morde innerhalb einer Woche versetzen eine kleine Stadt in Mississippi in Angst und Schrecken. FBI-Agentin Evelyn Pierce wird in die Provinz gerufen, um den blutigen Spuren des flüchtigen Massenmörders zu folgen. Doch ihre Suche bleibt erfolglos denn die Hinweise an den Tatorten ergeben keinen Sinn. Zum Glück taucht der alternde Dämonenjäger Jebediah Woodley mit des Rätsels Lösung auf: Ein vorzeitlicher Dämon treibt sein Unwesen und ergreift von jedem Besitz, der versucht ihn zu töten. Weshalb den beiden bei ihren blutrünstigen Aufräumarbeiten nichts Anderes übrig bleibt, als ausgerechnet den jeweils Besessenen gerade nicht zu töten. Selbstverständlich hat Woodley auch schon seine Netz-Kanone mitgebracht, mit der das Ungetüm eingefangen werden soll ..."

Der Film startet wie ein Horror-Film, vielleicht liegt das aber auch an dem fiesen Geräusch/Geschrei, welches der Dämon zum Besten gibt. Spätetens nach dem Auftauchen von Dolph (Jebediah, schön klischeehaft in der örtlichen Asi-Kneipe) kippt das Ding dann ins Funsplatter-Genre.

Von der Grundidee stand hier definitiv Dämon mit Denzel Washington Pate. Stirbt der Wirtskörper, fährt der Dämon in den Körper, der sich in der Nähe aufhält. Der Ausgeburt der Hölle den Garaus zu machen, ist somit nicht einfach/könnte zur Kamikaze-Mission ausarten.

Man hätte mehr aus DEMON HUNTER machen können, die Zutaten waren vorhanden, wurden aber falsch gemischt. Dolph eine andere Schauspielerin zur Seite stellen können. Einige stokelige Schnitte nehmen zudem den Drive etwas raus. Filme wie Tucker And Dale vs. Evil sind da mehr aus einem Guss. Als B-Movie für den gepflegten Freitagabend kann man sich das Ding aber ganz gut geben. Dann seid aber vorgewarnt, dass ihr öfter die Lautstärke regeln solltet, gut abgemischt ist etwas anderes. Die Laute des Dämons liegen mehr als deutlich über dem Gesprächs-/Geballerpegel.

Ich schwanke zwischen 3,5 und 4 Blitzen, entscheide mich aus Sympathie und Freude, den Herrn Lundgren mal wieder zu sehen, schlussendlich für 4.

DVD/BD-VÖ: 27.04.2017