(Listenable Records/Edel)

Warum ich dem Metal seit Jahren so treu bleibe, ist seine unglaubliche Vielfalt und der positive "Ärger" darüber, dass man der einen oder anderen Band nicht schon früher begegnet ist. So auch bei DISBELIEF, die mit "The Symbol of Death" bereits ihr zehntes (!) Album veröffentlichen. Und eines vorweg. Nach dem Durchhören müsst Ihr Euch dringend die Frise wieder richten. Saustarkes Ding, aber der Reihe nach.

Die neue Scheibe "The Symbol of Death" des Essener Todeskommandos schnattert angenehm los. Nichts Verdächtiges, nichts Neues, Einheitstodesbrei, so meint man anfänglich. Ist es aber nicht, schon Song Nummer zwei 'The Unsuspecting One' zeigt, in welche Richtung die Reise geht. Definitiv angenehmes Growlen gepaart mit In Flames-artigen clean Passsagen werden untermauert von harmonischen Leads, die zum Kopfnicken animieren. Ein netter Appetizer, der Hauptgang kommt aber noch.

"The Symbol of Death" kennt nur eine Richtung - vorwärts. Die Platte wird von Song zu Song stärker und härter. Das gefällt mir saugut, denn so offenbart sich die Genialität der Scheibe nicht bereits schon beim ersten Durchlauf. Die Höhepunkte der Scheibe? Das sind aus meiner Sicht 'To Defy Control' und ganz klar 'Rest in Peace'. Ersterer erinnert mich ein wenig an Werke von Illdisposed, zweiterer sucht seinesgleichen. Eine feine Melodie schraubt sich in die Ohren, bevor eben diese jäh durch stampfende Gitarrenarbeit zunichtegemacht wird. Die Growls des Frontmanns Karsten, der ganz nebenbei erwähnt ebenso Frontröhre der wieder auferstandenen Oldschool-Veteranen Morgoth ist, läuten einen allesvernichtenden Abriss ein. Hierzu ist eine Wall of Death ein Muss - wenngleich ich kein großer Fan von solchen Albernheiten bin - eigentlich Pflicht. Hierzu passt es, denn der Song bricht los wie ein Gewitter.

Photo by Axel Jusseit

Aber auch die restliche Scheibe, die mit amtlichen 13 Songs bestückt ist, ist ein feines Schmankerl und ringt mir mühelos ein breites Grinsen ab. DISBELIEF machen Spaß, wissen was sie tun und haben mit "The Symbol of Death" eine wahnsinnig starke Scheibe rausgehauen. Ich bin jedenfalls sehr, sehr positiv überrascht und werde mich nun auch mal dem ein oder anderen früheren Werk der Truppe widmen.

Album-VÖ: 21.04.2017