(Canine Riot / Spinefarm)

Da ist sie also wieder, die derweil 15-jährige Post-Grunge-Legende um Amy Lee-Ex Shaun Morgan Welgemoed - SEETHER. Mit "Poison The Parish" veröffentlicht die Band mit Ursprung in Südafrika ihr siebtes Studioalbum unter dem vertrauten Namen. Und dieses klingt, so viel vorweg, wohl vertraut und serviert keine großen Überraschungen.

Mit 'Stoke The Fire' wählt man einen rasanten und basslastigen Einstieg ins Album, auf welchem Shaun seine stimmliche Bandbreite gut ausleben kann.
Auf 'Betray And Degrade' geht es dann vorwiegend etwas grooviger zu, bis auch dieses in ein druckvolles Finale mündet.
'Something Else' versorgt dann alle SEETHER-Fans, die der Band vor allem wegen Shauns stimmlicher Ähnlichkeit zu Kurt Cobain zugeneigt sind.


Es folgt die erste lupenreine Rockballade 'I'll Survive'. Starke Nummer mit Tendenzen zu 'Fine Again', dessen Klasse kann aber nicht erreicht werden. Dennoch der für mich beste Song des Albums!
Mit 'Let You Down' ertönt die erste Single-Auskopplung von "Poison The Parish". Solide Nummer, aber nichts Besonderes.

Generell ist die Mitte des Albums eher unaufregend und klingt nach einer Ansammlung von B-Seiten. Der Tiefpunkt wird mit 'Let Me Heal' erreicht. Gesäusel ohne jedwede Spannung.
Ab 'Saviours' nimmt man dann langsam wieder etwas Fahrt auf. Ein wirkliches Highlight wird jedoch nicht noch einmal präsentiert.
Lediglich das Outro 'Sell My Soul' kann noch einmal mit seiner Zerbrechlichkeit verzücken.

Seether_Photo_by_Marina_Chavez

Seether Photo by Marina Chavez



12 Songs, 44:84 Minuten, 1 Fazit - SEETHER sind noch immer SEETHER.
Wer mit der Kombo in der Vergangenheit zufrieden war, wird auch mit "Poison The Parish" glücklich. Wem die Band bisher kein Begriff ist, dem sei "Seether: 2002-2013" ans Ohr gelegt.

Album-VÖ: 12.05.2017