(Earache/ Warner Music ADA)

Vor zwei Jahren durfte ich bereits das Debütalbum "Electric Blood" des aus Atlanta stammenden Quartetts besprechen:

BITERS – Electric Blood

Laut Info der Promofirma sind angeblich Billie Joe Armstrong (Green Day) und Nikki Sixx (Mötley Crüe) große Fans von BITERS und feiern den Mix aus Glam-Rock, Punkrock und Rock 'n Roll. Die Celebrity-Edelfans spiegeln auch ganz gut den Sound auf "The Future Ain't What It Used To Be" wider, es lassen sich aber kaum Weiterentwicklungen zum Vorgänger erkennen. Experimente und große "Whoa"-Effekte sind auch nicht die Sache der BITERS.

"The Future Ain't What It Used To Be" bietet ein stabiles Soundgerüst, der die erwirtschaftete Fan-Basis sicherlich nicht enttäuscht - die Frage stellt sich, ob neue Interessenten akquiriert werden können?

Um ein kleines Fazit vorweg zu schicken: Im Grunde ist es müßig bei der Rezension zum neuen Album der BITERS weit auszuholen, da ich die gleichen Worte/Vergleiche und Eindrücke wie in der oben verlinkten Kritik zum Debüt gebrauchen werde/würde. BITERS haben in meinen Augen eine Nische gefunden, die sie ausfüllen möchten - haben aber keinen Bock über den Tellerrand zu schauen, was auch vollkommen okay ist. Nur wird es schwierig in der momentanen Veröffentlichungsflut aufzufallen und sein Baby an den Mann/die Frau zu bekommen, da "The Future Ain't What It Used To Be" keine Höhepunkte bietet und auch die sogenannten Hits fehlen, an denen man sich entlanghangeln könnte, um weitere spannende Kompositionen zu entdecken.

Da klingt jetzt vielleicht negativer als es sein soll, denn BITERS schaffen es auch auf "The Future Ain't What It Used To Be" ein paar Songs zu platzieren, die sich nach mehrmaligen Hören in den Gehörgang fräsen können. 'Let It Roll' oder 'No Stranger To Heartache' gehören in die Kategorie - leider gibt es aber nicht auf Dauer diesen besonderen Kick, der es Einem erlaubt, die Spannung aufrechtzuerhalten und sich intensiver mit dem zweiten Album der BITERS auseinanderzusetzen.

Im Grunde dümpelt das Meiste zwischen Bon Jovi, The Sweet und T.Rex vor sich hin. Es ist keine Spannungskurve erkennbar, so dass "The Future Ain't What It Used To Be" an dem Hörer vorbeirauscht, ohne Eindruck zu hinterlassen.

Biters_Photo_courtesy_of_Earache

Biters Photo courtesy of Earache

Nee, das war leider nichts liebe BITERS. "The Future Ain't What It Used To Be" ist zwar ein nostalgischer Blick zurück in die Musikgeschichte, allerdings hätte es zupackende Songs gebraucht, um den gut gemeinten Ansatz spannend zu gestalten. Hier regiert aber leider Ideenlosigkeit und fehlende Power. Schade.

Album-VÖ: 19.05.2017