(Elite / Broken Silence)

Was darf man erwarten, wenn man ein quitschbuntes Albumcover, mit einem bekifften Bären im Weltraumanzug darauf, und dem wunderlichen Namen "Cosmic Bear Jamboree", in Anlehnung an die Disneyland Park Animatronic-Veranstaltung Country Bear Jamboree, vor sich hat? Schwer zu sagen!  

Für alle, die wie ich auch noch nie zuvor etwas von JOEL JEROME gehört haben, spuckt die Pressemitteilung folgendes aus:

"JOEL hat sich als Produzent und Tontechniker für so gut wie alle aktuellen Bands und Musiker aus L.A. einen Namen gemacht. In seinem Studio geben sich Acts wie Cherry Glazerr, La Sera, Globelamp, Tashaki Miyaki, Sarah Negahdari von Happy Hollows, Froth, Mystic Braves, Darklands, L.A. Witch, Massenger oder Peach Kelli Pop die Klinke in die Hand...
Nach der Veröffentlichung von „Psychedelic Thriftstore Folk“ im Jahr 2013, hat sich JOEL JEROME nun mit seinen Freunden THE COSMIC BEARS zusammengetan, um sein neuestes Album aufzunehmen. Seine Albennamen „Psychedelic Thriftstore Folk“ und „Cosmic Bear Jamboree“ sind zugleich die perfekte Beschreibung des Genres, das JOEL bedient: eine Mischung aus Dream Pop, Psych, Folk und schwurbeligen Slacker-Gitarren, die perfekt die für L.A. so charakteristische Dualität zwischen traumhaftem Sonnenschein und gnadenlosem Überlebenskampf einfängt. JOELs Musik ruft Verweise auf Mac DeMarco, Beck (von dem er sogar einen Song covert), Deerhunter oder Ariel Pink hervor. Sein verträumter Psych wird durch ausladende Chöre voller Hall und warme Vintage-Gitarren-Klänge ausgemacht."

Ergänzend dazu würde ich sagen, dass das grandiose Cover zu 'Cry Baby Cry' der Beatles einen ganz guten Gesamteindruck zu JOEL JEROMEs Sound bietet. Die Platte klingt sehr nach nach den 60er und 70er Jahren und der Hippie Zeit. Und hier und da lassen sich Referenzen zu Bands dieser Zeit, wie eben den Beatles oder auch Fleetwood Mac erkennen, gelegentlich höre ich jedoch auch The Shins heraus.

Da drauf muss man sich erst einmal einlassen und vor allen Dingen muss man diesen Sound mögen, aber dann kann man mit "Cosmic Bear Jamboree", trotz seiner sehr eigenwilligen Optik, eine gute Zeit haben.

Anspieltipps: 'Cosmic Dancer''You Are So Bad''Tell Me Things'

Album-VÖ: 11.08.2017