(GDN/ Broken Silence)

Mit einer mächtigen Produktion und etlichen Gastmusikern kommt das neue NORDGARDEN-Album um die Ecke. "Changes" passt perfekt in den Übergang zwischen den letzten Sommerstrahlen und dem ersten Herbststurm. Der multilinguale Norwege bezaubert mit zurückgenommenen Singer-/Songwritertum. Ist vielleicht nicht für jeden Moment etwas, aber wenn man den Bedarf nach handgemachter und unspektakulärer Musik verspürt, vorgetragen mit einer angenehmen Singstimme, ist man bei NORDGARDEN gut aufgehoben.

HIts sind rar gesät, es ist eher die Gesamtheit, die "Changes" interessant macht. Wer auf trägen Tom Petty-Sound, John Mellencamp oder Bob Seger steht, kann sich wahrscheinlich ziemlich gut in das Album einfühlen.

Songs der Marke 'You Must Be The Change', 'Don't Need Nobody' oder 'Come On, Come In, Come Along' dürfte allen gefallen, die sich im Blues, Country und Heartland-Rock zuhause fühlen - für die Gestromt-Zielgruppe (wobei: Aus welchen Menschen besteht die eigentlich? 🙂 ), ist es vielleicht lapidare, langweilige Musik. Mir gefällt´s in den richtigen Momenten. Wenn es nicht so "zu perfekt" klingen würde, sondern es auch mal knarzen täte, könnte ich mich noch mehr dafür begeistern.

Nordgarden_Photo_courtesy_of_GDN

Nordgarden Photo courtesy of GDN

"Changes" ist ein gutes Album, NORDGARDEN liebt, was er tut - und das kann man auch hören. Ich befürchte nur, dass das Album etwas untergehen wird. Etwas mehr Aufmerksamkeit wünsche ich NORDGARDEN von Herzen.

Album-VÖ: 29.09.2017