(Side One Dummy Records/ Cargo Records)

Wer schon soviel Wahnsinn und emotionale Schicksalsschläge wie Lauren Denitzio aka WORRIERS erlebt hat, darf bzw. muss ihr neues Album auch "Survival Pop" nennen dürfen.

12 Songs erwarten euch, die zwischen PowerPop mit Punkkante und Indie-Geschrammel zu verorten sind und an eine Mischung aus Great Cynics, The Thermals und Against Me! denken lassen.

Was bisher auch gut als Akustik-Projekt funktioniert hat, wurde nun mit Band-Unterstützung aufgepimpt - u.a. dabei Mikey Erg, der auch schon für Slow Death oder Star Fucking Hipsters die Trommelstöcke geschwungen hat. So ist ein zupackender Klangteppich entstanden, der eine immense Energie transportiert und dich mitreisst.

Wenn Songs wie 'My 85th Rodeo', 'The Possibility' oder 'What We're Up Against' aus den Boxen fließen, ist man relativ schnell angesteckt von der positiv aufgeladenen Atmosphäre, auch wenn es textlich teils sehr emotional und befindlichkeitsfixiert zur Sache geht.

Wer noch die Band The Forecast kennen sollte, dürfte sich an 'Self Esteemed' und 'WTF Is Sleep' erfreuen. Das Schöne an "Survival Pop": Alle Tracks kommen quasi direkt zum Punkt und erzählen ihre Geschichten innerhalb der magischen drei Minuten. So kann keine Langweile entstehen und das Album ist schneller vorbei als man denkt.

Worriers_Photo_by_Kenneth_Bachor

Worriers Photo by Kenneth Bachor

Wen es also Fans von oben genannten Referenzen oder eines energischen Frank Turner gibt, kann sich "Suvival Pop" getrost zulegen und einen Freund auf Lebenszeit ins Haus holen. Ich denke nämlich, dass es WORRIERS geschafft haben, ein Album zu schreiben, welches zeitlos ist und eine dementsprechende Langzeitwirkung entfalten kann.

Album-VÖ: 29.09.2017