(Heavy Psych/ Cargo)

THE LORDS OF ALTAMONT aus L.A. verorten ihren Sound in einer Gemengelage aus 60's-Rock, Psychedelia-Rock der 70er, etwas Glam, Punkrock und Biker-Klischees. Passt schon! 🙂 Gibt wahrlich langweiligere Genrebeschreibungen bzw. Schubladen. Eigentlich auch kein Wunder, wenn man hört, dass einige Mitglieder der Band schon bei The Fuzztones und The Cramps tätig waren.

Das mittlerweile sechste Album trägt den vielsagenden Titel "The Wild Sounds Of Lords Of Altamont" und bringt 11 Fallbeispiele für den erwähnten Stilmix aufs Tableau.

Im kompakten Opener 'Like A Bird' wird auch gleich alles aufgefahren was THE LORDS OF ALTAMONT ausmacht. Ein knackiges Riff, dann setzt die Orgel ein und das Tempo nimmt von ganz alleine Fahrt auf. Hat was von Mammoth Mammoth meets Murder City Devils.

Auch die nachfolgenden Tracks 'Been Broken' und 'Going Downtown' punkten mit ihrem straighten Rock 'n Roll-Sound, der in der Garage sein zuhause gefunden hat. 'Evil' dagegen wirkt wie im Proberaum gejammt, ist aber im Grunde so zielführend, dass man sich wundert, dass etwas so Improvisiertes als Song funktioniert.

'(It Ain't) Revolution' klingt wie aus der Zeit gefallen und hätte damals beim Woodstock-Festival für Furore gesorgt. Aber auch für Fans des sogenannten Schweinerocks Marke The Hellacopters/ Gluecifer ist gesorgt ('Death On The Highway' und 'I Said Hey'). Wenn der letzte Ton vom Rausschmeisser 'Where Did You Sleep' verklungen ist, hat man ein seliges Lächeln im Gesicht, aufgrund der feinen Assoziation zu Rocket From The Crypt.

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The Lords Of Altamont Photo courtesy of Heavy Psych Records

THE LORDS OF ALTAMONT haben mit "The Wild Sounds Of..." ein unterhaltsames Album abgeliefert, welches zwar keine großen Höhepunkte bietet, aber trotzdem gut Arsch tritt und durchweg Spass macht.

Album-VÖ: 06.10.2017