(SpinnUp)

Aus Hürth (NRW) gibt es Neuigkeiten zu vermelden. THE DOGHUNTERS bringen nun offiziell ihre "The Shit Singles"-Songsammlung raus, wobei ich die Veröffentlichungspolitik immer noch nicht geschnallt habe. Scheinbar ist das Mini-Album (sieben Songs!) schon seit Ende Juni über die Jungs zu beziehen, aber nun gibt es wohl einen Vertrieb, der ein neues Datum anvisiert hat (20.10.). Sei's drum...Hauptsache THE DOGHUNTERS machen ihren Stuff bekannter.

Alles schreit nach Fun-Punk - Bandname und auch Benennung des Longplayers klingt nach schlichten Humor oder einer kompletten "Fuck-You"-Attitüde. Und so ganz falsch liegt man damit wahrscheinlich nicht, da der Fünfer zur Bandgründung 2009 Punksongs gecovert haben und mehr schlecht als recht im Proberaum versauerten. Irgandwann war aber die Motivation geweckt, etwas Eigenes auf die Füße zu stellen - ab sofort bestimmte das Üben an den Instrumenten und das Komponieren und Schreiben von Texten den Bandalltag.

Wenn Songs wie 'Broken Girl', 'Politician, Man', 'Hip Lightning Shoes' oder 'Shoot Me Down' verklungen sind, muss man sich erstmal die Ohren rubbeln, ob des internationalen Standards, den hier THE DOGHUNTERS abliefern. Erste Feststellung - man verabschiedet sich komplett aus dem Punkrock-Background und liefert nun feinsten Indie-Rock britischer Schule.

Beim ersten (und auch zweiten und dritten) Hören sind mir Referenzen wie The Computers, Hard-Fi, The Kooks oder The Wombats durchs Gehirn gerattert. Es gibt wahrlich schlechtere Vergleiche mit denen sich eine aufstrebende Band auseinandersetzen muss.

The_Doghunters_Photo_by_Jan_Füller

The Doghunters Photo by Jan Füller

THE DOGHUNTERS überzeugen mit den sieben Songs auf "The Shit Singles" und schaffen es Neugier auf das geplante Album in 2018 zu wecken. Allerdings kann ich mich noch immer nicht mit dem einfältigen Bandnamen und dem stumpfen Plattentitel anfreunden. Das ist eine Stellschraube, die (in meinen Augen) neu justiert werden müsste.

Sonst ist das Mini-Album ein schönes Ding geworden. Innovationen sucht man vergeblich, allerdings ist es erfrischend mal wieder den britischen Gitarren-Sound der frühen 2000er-Jahre zu hören.

Album-VÖ: 20.10.2017