(Big Scary Monsters)

Bereits seit 2014 musiziert Jake Ewald, einer der beiden Sänger und Songwriter von Modern Baseball, mit seinem Musikprojekt SLAUGHTER BEACH, DOG. Was zunächst lediglich ein Griff in die Trickkiste darstellte, um einer Schreibblockade zu entkommen, mündet 2017 in das erste richtige Album von SLAUGHTER BEACH, DOG.

"Birdie" erscheint genau zur richtigen Zeit. Schließlich haben sich Modern Baseball in eine Pause auf unbestimmte Zeit verabschiedet, The Weakerthans gibt es nicht mehr, die Klänge des tollen John K. Samson Debüts verhallen so langsam und der Herbst hält Einzug in Europa. Sollten sich in den nächsten Wochen dennoch einige Sonnenstrahlen erfolgreich durch die Wolkendecke kämpfen können, dann wurden sie vermutlich von den Klängen auf "Birdie" angelockt. Die vertonten Geschichten über das fiktive Küstenörtchen Slaughter Beach klingen so perfekt nach positivem Indie-Singer/Songwriter, Americana und Emo wie es seit den Weakerthans niemand mehr geschafft hat.

Die stärksten Momente hat "Birdie" in den Tracks, die auf eine etwas breitere Instrumentierung setzen ('Gold And Green', 'Sleepwalking', 'Fish Cry'). Aber auch für den Freund der Akkustischen gibt es auf dem Album einiges zu entdecken. Und das Ewald auch in den reduzierten Momenten auftrumpfen kann, kann man sich in den abgespeckten Versionen von 'Gold And Green' und 'Fish Cry' ansehen bzw. hören:

Vor allem 'Fish Fry' hat es mir nach einigen Hördurchgängen angetan. In der Albumversion kommt der Song mit einem wunderbar treibenden Bass, der den Track zu einem absoluten Favoriten für meine Playlist für lange Autofahrten macht. Aber für solch einen Zweck eignet sich eigentlich das komplette Album. Ob das jetzt ein Kompliment ist, muss einfach mal jeder für sich selbst entscheiden. Ich ziehe jedenfalls die vier Blitze Karte.

Der Song für die Playlist/das Mixtape: 'Fish Fry'

Album-VÖ: 27.10.2017