(Grand Hotel Van Cleef/ Indigo)

Diese Woche erscheint das dritte Album "Couleur" der Aachener Band FJØRT. Für alle die FJØRT nicht kennen: Die drei Jungs machen Post-Hardcore mit deutschsprachigen Texten.

Ich muss echt sagen, dafür, dass ich kein so krasser Post-Hardcore-Fan bin, bin ich echt positiv überrascht. Dazu aber im Fazit ein paar Worte mehr. Spulen wir mal ein bisschen zurück: Als ich anfing das Album zu hören, habe ich erst mal die Anlage leiser gemacht, weil mir das zuerst echt ein bisschen zu viel war. Aber nach ein paar Sekunden wurde sie doch wieder lauter gemacht. Das lag an der sehr geil kratzigen Stimme des Sängers Chris Hell, der gefühlt seinen gesamten Kehlkopf rausschreit und dabei diese interessanten politischen Texte verwendet. Falls ihr seinen Gesang in Kombination mit Bass, Gitarre und Schlagzeug hören wollt, könnt ihr euch hier das Musikvideo zum Song 'Couleur' anschauen/anhören:

(Fun-Fact: Das Musikvideo sowie die Hotel-Session wurden im Hotel Waldlust gefilmt. Einem Hotel in dem es angeblich spuken soll.)

Ich möchte ungern auf jedes Lied einzeln eingehen, weil das vermutlich den Rahmen sprengen würde. Ich versuche sie also mal alle als Eins zu beschreiben, also als „Gesamtwerk“. Textlich sind die Songs wirklich sehr gut. Manche Zitate brennen sich echt in den Kopf ein und regen zum Nachdenken an. Beispiele: „Ich bin so müde vom Zählen, ich habe 1933 Gründe schwarz zu sehen. Doch egal wie viel da kommt, ich habe alles was ich brauch, denn die 1933 Gründe, ihr habt sie auch.“ Die Songs sind wirklich intensiv. Es wird förmlich auf Einen eingeprügelt. Für meinen Geschmack etwas zu intensiv. Aber ich bin mir sicher, dass jeder Post-Hardcore-Fan hier auf seine Kosten kommen wird.

Falls ihr die Jungs live sehen wollt:

Tour 2018:

19.01.18 – Münster, Gleis 22
20.01.18 – Hannover, Musikzentrum
21.01.18 – Berlin, Lido
22.01.18 – Dresden, Beatpol
23.01.18 – Leipzig, Werk 2
24.01.18 – AT – Wien, Chelsea
25.01.18 – München, Strom
26.01.18 – Stuttgart, Universum
27.01.18 – Saarbrücken, JUZ Försterstraße
28.01.18 – Wiesbaden, Schlachthof
29.01.18 – Köln, Gebäude 9
30.01.18 – Hamburg, Knust

Album-VÖ: 17.11.2017

Diese Rezension wurde von unserem Gastredakteur Robert Tappe geschrieben.