(Rebellion Records/ Cargo)

HARDSELL haben in gewissen Kreisen Kult-Potenzial, welches sie u.a. mit den Alben "Pissed 'N' Broke" oder "Bark Of The Underground" begründet haben. Nach über 14 Jahren Bandpause gibt es nun mit "Subculture Criminals" das vierte Studiowerk der Street-/Oi!-Punker.

Ursprünglich aus den Niederlanden stammend, hat Mastermind und Sänger Kris in die USA übergesiedelt. Um auf beiden Kontinenten touren zu können, wurden zwei HARDSELL-Konstellationen zusammengestellt. Für den amerikanischen Markt wurden Musiker von u.a. The Beltones und Sniper 66 rekrutiert, die Europa-Depadence bekommt Unterstützung durch Discipline-Mitglieder.

Schon nach den ersten drei Songs 'Toe The Line', 'Subculture Criminals' und 'Stuck In A Web' kann man abschätzen wie das gesamte Album klingen wird. Der raue, nach Schmirgelpapier klingende Gesang steht eindeutig im Mittelpunkt. Dazu gibt's gut platzierte Background-Chöre und -shouts, die die einfach gestrickten Kompositionen zu kleinen Hymnen werden lassen. Mehr wollen HARDSELL auch gar nicht. Die Leadgitarre zaubert immer mal wieder eine schöne Punkrock-Melodie dazwischen, was das Zuhören recht angenehm macht.

The Templars, Argy Bargy, Booze & Glory und Vanilla Muffins seien mal als Eckpfeiler genannt, an denen man sich langhangeln kann, um den Sound von HARDSELL zu beschreiben. Es sind wirklich einige kleine Hits zu entdecken ('Where Are The Heros', 'Take It Back' oder 'One Of Our Own'), die es einfach machen, die Bierpulle zu recken und Arm in Arm mit seinen Skinhead-Freunden den Abend ausklingen zu lassen. 😉

Hardsell_US_Lineup_Photo_courtesy_of_Rebellion_Records

Hardsell US Lineup Photo courtesy of Rebellion Records

"Subculture Criminals" ist ein waschechtes, unpolitisches Oi!/Streetpunk-Album und wird Fans von HARDSELL und genannten Referenzbands sicherlich nicht enttäuschen. Für die breite Masse oder Entdecker ist das nix, dafür ist das Album zu sehr Klischee.

Album-VÖ: 26.01.2018