(Department Musik/ Warner)

Heavy-Pop-Punk! Klingt komisch, ist aber so! GRIZZLY wollen sich nicht direkt in eine Schublade stecken lassen und haben dafür einfach mal einen eigenen Schrank gebaut. Die 6 Jungs aus Karlsruhe vereinen die typischen Elemente des Pop-Punk mit den kraftvollen, aber auch schwermütigeren Eigenschaften des Post-Hardcore. Im Grunde eine saubere Mische aus Blink-182 und Alexisonfire.
Fröhliche Sing-A-Long-Parts mit zum Springen anregende Rhythmen gepaart mit energiegeladenen Growls und treibenden Riffs.

“Polaroids“ erzählt auf eindrucksvolle Weise die Geschichte des Erwachsenwerdens mit all seinen Facetten. Neben den positiven Ereignissen, Freunde und Familie und der einfach besten Zeit wird auf der anderen Seite auch deutlich gemacht, dass das Leben als Heranwachsender nicht immer nur ein Zuckerschlecken ist.
Die erste Veröffentlichung aus dem Album ist der Track ‘Till Sunrise‘ und auch direkt einer der besten Songs auf dem Longplayer. Sehr gute Mischung aus melodischen Sound, harten Shouts und anspruchsvollen Riffs.
Nach dem Debütalbum “Kidlife Crisis“, welches thematisch zwar in die gleiche Kerbe schlägt, jedoch musikalisch längst nicht so ausgereift ist wie “Polaroids“, haben die Karlsruher noch deutlich an Qualität und musikalischer Bandbreite drauf gepackt. Das Album klingt erwachsener ohne jemals den kindlichen Leichtsinn zu verlieren.


Dass die Jungs nicht nur neue Wege einschlagen, sondern auch gelungen covern können, beweisen sie mit ihrer Version des 5Bugs-Klassikers ‘We Stop At Nothing‘. Ein amüsanter Fakt hierbei ist, dass 5Bugs Florian Nowak auch Produzent des Albums ist.

Grizzly_Photo_courtesy_of_Department_Warner

Grizzly Photo courtesy of Department Warner

Wer nun neugierig geworden ist und sich eventuell fragt woher er den Bandnamen kennt, dem kann wahrscheinlich geholfen werden. GRIZZLY waren Toursupport der Emil Bulls und haben da auch Ihre Livequalitäten unter Beweis gestellt.
"Polaroids" macht mit seinen 12 Tracks einfach Spaß und das ab Sekunde Eins. Auf die folgende Headliner-Tour darf mit Freude gewartet werden. Kann eigentlich nur gut werden.

Album-VÖ: 19.01.2018