(Drakkar/ Soulfood)

Das fünfte Album im dreizehnten Jahr Bandbestehen. Die englischen TEMPLETON PEK haben mit jeder neuen Veröffentlichung die Anzahl ihrer Fans potenzieren können und konnten sich im gleichen Maße weiterentwickeln. Vom okayen Punkrock der Anfangstage, der seine referenziellen Vorbilder eindeutig vom nordamerikanischen Kontinent hatte, bis zu einem Soundgewand, der TEMPLETON PEK heutzutage eindeutig als TEMPLETON PEK identifiziert.

Nach dem letzten Album "New Horizons", welches sehr lobende bis begeisterte Kritiken hervorgerufen hat (u.a. auch von uns - immerhin 5,5 Blitze!), darf man jetzt gespannt sein wohin die Reise mit "Watching The World Come Undone" geht.

Gleich beim ersten Song drängen sich Assoziationen zu Ignite auf, denn 'Nowhere To Hide' hat ebenfalls diesen energischen Antritt, der durch einen packenden Chorus ziemlich genial abgerundet wird. Auch 'Oblivious' im Anschluss überzeugt, hat aber mehr einen straighten Indierock im Gepäck, der mit dem Punkrock-Background bestens vernetzt wird.

'The Awakening' und 'The Aftermath' dürfte allen Gefallen, denen Rise Against zu stadionrock-mäßig geworden sind. Sehr stabile Nummern, die dich die Faust recken und gleichzeitig einen kleinen Pogo starten lassen. Ein etwas größerer Pogo-Pit könnte bei 'Axis' entstehen, weil hier das Tempo massiv anzieht und sogar kleine Metalgitarren-Elemente aufblitzen lässt.

TEMPLETON PEK lassen in der zweiten Hälfte etwas gemächlicher angehen ohne ihre Dringlichkeit einzubüßen - allerdings klingt das teils etwas zu "save" und austauschbar. Hier und da fehlen die Ecken und Kanten an denen man sich stösst oder reiben kann, die Songs erst zu etwas Einzigartigen machen. Im Sinne von Unterhaltung, Tanzbarkeit und Mitsingfaktor funktionieren Songs der Marke 'Collision Course', 'Sirens' oder 'City Of Fire' natürlich weiterhin.

Templeton_Pek_Photo_by_Kris_Askey

Templeton Pek Photo by Kris Askey

"Watching The World Come Undone" fehlt etwas der Mut zur Lücke, um TEMPLETON PEK mehr als ein sehr gutes Punkrock-Album zu bescheinigen. Aber das ist ja schonmal mehr, als viele andere Bands zustande bringen.

Album-VÖ: 23.02.2018