(Green Zone/ H'art)

Thrash-Metal aus deutschen Landen kommt meistens mit einer gehörigen Portion Hass, Gewalt
und Zerstörung angerollt und räumt alles ab was Dem im Weg steht. GODSLAVE hingegen verlassen den üblichen Pfad und kommen mit positiven Texten und einem eher harmonischen Grundton um die Ecke.
 
“Reborn Again“ lässt aber durchaus genre-typische Riffabfolgen und den Druck aufs Gaspedal nicht vermissen.Gleich das Entree des Albums zeigt, wo lang der Hase laufen soll. ‘Full Force Forward’ sowie der namensgebende Track des Albums ‘Reborn Again’ sind Paradebeispiele für die Grundausrichtung der Platte. Schnelle, aggressive Riffs, gekoppelt mit positiv gestimmten Harmonien, welche den fast schon sonnigen Charakter des Albums unterstreichen. Aber keine Sorge - das Ganze nimmt keine übertriebenen Ausmaße an, siehe 'Freedom Call'. Immer wieder wird deutlich gemacht, dass es sich trotz positiver Aufstellung immer noch umThrash handelt und den fährt man nunmal im 6. Gang.
 
Starke Geschosse in Sachen Speed sind hier die Tracks ‘Unseen Storm‘ oder ’Death Deprives’. Auch der Stil des Gesangs, den Sänger Thommy aufs Parkett legt, ist völlig im Sinne des Erfinders. Die zehnjährige Bandgeschichte und die Erfahrung, die in dieser Zeit gesammelt werden konnten, trägt sicherlich dazu bei, dass die Platte irgendwie rund klingt. Mit dem fünften Studioalbum überrascht die Band auch auf mehreren Ebenen.
 
Nicht nur das GODSLAVE hin und wieder Elemente anderer Genres einfließen lassen, wie zum Beispiel eine kräftige Portion Hard-Rock bei ’Rock On, Man!‘. Nein, die Saarländer präsentieren uns sogar einenTrack auf Deutsch. GODSLAVE schaffen mit “Reborn Again“, dass sowohl Traditionisten als auch Freunde des „über den Tellerrand Schauens“ gleichermaßen auf Ihre Kosten kommen.
 
Godslave_Photo_courtesy_of_Green_Zone

Godslave Photo courtesy of Green Zone

Das Album hält in Sachen Songwriting und Kreativität den hohen Anspruch, den die Band seit Jahren für sich definiert. Wer also einfach mal Bock auf frischen Wind in der deutschen Thrash-Metal-Szene hat, für den lohnt es sich, bei “Reborn Again“ genauer hinzuhören.

 

Album-VÖ: 09.03.2018