(Studiocanal)

Lange habe ich andere Beschäftigungen vorgezogen, anstatt diese Serie weiter anzusehen, so unspektakulär und dahinplätschernd war sie stellenweise. Und das lag nicht unbedingt an der Handlung, eher an der Synchro und den Charakteren, zu denen ich keine Bindung oder großes Interesse aufbauen konnte, was ihre Zukunft oder ihr Schicksal betrifft. Zehn Episoden könnten auch zu viel für THE FIVE gewesen sein, auf acht gestrafft, wäre ich vermutlich eher dran geblieben. Aber das Ende stimmt dann doch etwas versöhnlich und war auch so emotional (oder befreiend für mich), dass die eine oder andere Träne kullerte.

Worum geht's?

"Als Kinder sind Mark, Pru, Danny und Slade unzertrennlich. Die vier Freunde sind 12 Jahre, als sie im Park spielen und Marks kleiner Bruder Jesse ihnen folgt. Genervt von dem 5-jährigen schicken sie ihn weg, ohne zu ahnen, dass sie ihn nie wieder sehen werden. Jesse rennt weg und taucht nie wieder auf. 20 Jahre später ermittelt Danny, mittlerweile Polizist, in einem Mordfall und bekommt eine schockierende Nachricht: Jesses DNA wurde am Tatort gefunden. Das heißt Jesse lebt und ist irgendwo da draußen…"

THE FIVE markiert die erste TV-Produktion des 10-fachen New York Times Bestseller-Autoren Harlan Coban (u.a. Böses Spiel - Myron Bolitar ermittelt, Der Preis der Lüge). Coben gilt "mit seinen Veröffentlichungen als einer der wichtigsten und erfolgreichsten Thrillerautoren seiner Generation".

Das Buch liest sich bestimmt auch besser, als die Serie durchflutscht und könnte mehr Einblick in die Figuren geben, allen voran Slade, der hier zwischen Sozialpädagogem und Racheengel hin und her switcht und das nicht weiter beleuchtet wird. Coban webt Verwirrungen, andere Fälle und falsche Fährten geschickt, die Auflösung um Jesse ist dann weniger "Aha", als "uff, endlich". Aber für das TV reicht es allemal, für den großen Markt von guten Serien ist THE FIVE dann leider zu schwach.

DVD, Blu-ray, Digital-VÖ: 08.02.2018