(Better Noise/ Eleven Seven/ Membran)

Ich hatte ja schon das zweifelhafte "Vergnügen" das Debütalbum von FROM ASHES TO NEW zu besprechen: http://www.gestromt.de/2016/03/29/from-ashes-to-new-day-one/

Damals hielt sich meine Begeisterung stark in Grenzen, vielleicht hatte ich auch nur einen schlechten Tag, denn im Nachgang betrachtet, bleibt die Mucke von FROM ASHES TO NEW natürlich weit entfernt von innovativ, aber in dem Genre welches sie bedienen, war es im Endeffekt schon ganz solide.

Nun also Album Nr.2 - diesmal "The Future" betitelt. Zwei Jahre nach der ersten Selbstfindung sind die niederschwellig angesetzten Ansprüche beim Zuhörer (in dieem Falle: mir) etwas gestiegen, da ich hoffe, dass die Amis eine Spur Individualität eingebaut haben und nicht wieder der Eindruck entsteht, dass sie auf den Erfolgszug von Hollywood Undead und Konsorten aufspringen wollen. Früher schimpfte sich das Genre Nu-Metal, mittlerweile ist es klarer definiert und heisst einfach Rap-Metal.

FROM ASHES TO NEW benutzen alle Möglichkeiten, die ein Profi-Produktionsstudio so hergibt - dementsprechend klinisch-kalt und atmosphärisch eingeschränkt klingt das Endprodukt. Produziert von u.a. Grant McFarland (August Burns Red), gemixt von Josh Wilbur (Korn, Lamb Of God).

Songs wie 'Crazy', 'Enemy' oder 'Gone Forever' funktionieren sicherlich im kleinen (Alternativ-Clubdisco) als auch im größeren Rahmen (Festivalbühne), und wird die Masse zum Hüpfen zu bringen. Dennoch ist es nur ein lauwarmer Aufguss von Linkin Park, alten P.O.D. oder den Alternativ-Nu-Metallern NonPoint. Die Tracks haben ihre Daseinberechtigung - ob der europäische Markt für FROM ASHES TO NEW bereit ist, sei mal dahingestellt.

Wie schon oben zum Debüt kurz angemerkt - auch "The Future" ist grundsolide im Handeln, bietet null Überraschung und schon gar keinen Mehrwert für eine ordentliche Tonträgersammlung.

Da FROM ASHES TO NEW aber ihr Handwerk verstehen und die ein oder andere catchy Hookline aus den tätowierten Ärmchen schütteln, wird die Bewertung bei "The Future" doppelt so gut wie beim langweiligen Debüt.

Album-VÖ: 20.04.2018