(By The Time It Gets Dark/The Orchard)

Hört man den Bandnamen SPIELBERGS, so assoziiert man zunächst einen ganz anderen Sound. In Erwartung an angesagte 80er Jahre Synthieklänge, überraschen die Norweger hingegen mit einem Alternative Power Rock, der sich gewaschen hat. Gerne mehr davon.

Lediglich fünf Tracks versammelt das norwegische Power-Trio SPIELBERGS aus Oslo auf ihrer Debüt-EP "Distant Star". Das da kein Platz für Füllmaterial bleibt ist klar. Das das dichte Akkordgeschrammel der Band eine hundertprozentige Trefferquote aufweisen kann, damit kann man ja eigentlich nicht rechnen, bei einer Band die gerade mal zehn Konzerte gespielt hat. Das die Band um Sänger Mads Baklien dabei auch noch die gesamte Klaviatur des modernen Indierocks zu spielen weiß, ist umso beeindruckender.

So schippert die erste Single 'We Are All Going To Die' im Fahrwasser von den Japandroids und Cloud Nothings. Fast viereinhalb Minuten treibt die Band den Song auf die Spitze. Zum Ende gibt es hymnische Backgrounds die dem Song verdammt gut stehen. Das die Truppe es auch etwas reduzierter kann, zeigt der zweinhalb Minüter 'Daisy! It’s The New Me'. 'Ghost' nimmt erfolgreich das Tempo raus und legt die melancholische Seite der SPIELBERGS offen. Der Quasi-Titeltrack ist erneut eine punkig angehauchte Hymne im Schrammelsound. Und mit dem Closer 'Setting Sun' bekommt man dann auch noch einen Song geliefert, den man seiner Angebeteten aufs nächste Mixtape packen kann. Falls das noch jemand macht heutzutage.

In Musikerkreisen gibt es die Floskel, nach dem Demotape ging es bergab. Bei einer Band die auf einem solch hohem Niveau debütiert wie SPIELBERGS, ist genau dies zu befürchten.

Die EP könnt ihr ab sofort auf Bandcamp, Spotify und allen anderen Plattformen streamen.

Der Song für die Playlist/das Mixtape: 'We Are All Going To Die' 

EP-VÖ: 27.04.2018