(Concorde Home Entertainment)

Nachdem ich den Trailer zu diesem Film gesehen hatte, war ich einerseits erfreut, einen Kriegsfilm mit Chris Hemsworth und Charaktermime Michael Shannon zu sehen, anderseits war ich sehr gespannt, wie sie sich im Sattel machen würden. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass mir die Geschichte der „Horse Soldiers“ unbekannt war und ich einen fiktiven Film erwartete. Nun weiß ich, dass die Geschichte auf den Berichten amerikanischer Elitesoldaten basiert, die von dem US-Bestsellerautor und ausgezeichnetem Journalisten Doug Stanton 2009 in den USA unter dem Titel „Horse Soldiers“ veröffentlicht wurde. Umso interessierter machte es mich auf den Film.

Der Klappentext:

"Als Antwort auf den Al Quaida-Anschlag auf das World Trade Center am 11. September, entsendet die US amerikanische Regierung eine erste Bodenspezialeinheit von zwölf ausgesuchten Elitesoldaten nach Masar-e Scharif in Afghanistan auf eine extrem lebensgefährliche Mission. Mitch Nelson (Chris Hemsworth), der noch recht neue befehlshabende Captain führt seine Männer direkt in das unwegsame Gebiet des Hindukusch-Gebirges, um mit diplomatischem Geschick und großem Mut die dort kontrollierende afghanischen Nordallianz zu einem bislang ungeahnten Bündnis im Kampf gegen die gemeinsamen Gegner aus Taliban- und Al-Quaida-Kämpfern zu überzeugen. Gegenseitiges Misstrauen und scheinbar enorme kulturelle Unterschiede erschweren die Zusammenarbeit ebenso wie der Mangel an moderner Ausrüstung. Die ungewohnten und archaischen Kampfstrategien der afghanischen Reitersoldaten um ihren Anführer General Dostum stellen die hochtechnisiert ausgebildeten US-Elitesoldaten vor weitere gefährliche Herausforderungen. Der zahlenmäßig weit überlegene, gnadenlose Gegner lässt die Überlebenschancen der ungleichen Verbündeten schon bald komplett aussichtlos erscheinen..."

Neben Chris Hemsworth, Michael Shannon, Michael Peña, Navid Negahban und William Fichtner spielt auch Elsa Pataky in 12 STRONG – DIE WAHRE GESCHICHTE DER US-HORSE SOLDIERS mit, der Cast ist somit gut bekannt und durchmischt.

Regie führte Nicolai Fuglsig nach einem Drehbuch von Ted Tally (Oscar® für das beste Drehbuch für DAS SCHWEIGEN DER LÄMMER) und Peter Craig (THE TOWN – STADT OHNE GNADE, DIE TRIBUTE VON PANEM – MOCKINGJAY Teil 1&2). Jerry Bruckheimer (THE PIRATES OF THE CARIBBEAN-Reihe, BLACK HAWK DOWN) fungierte als Produzent. Somit kann man einiges an Halligalli vermuten und wird auch nicht enttäuscht. Wenn es hier kracht, dann kracht es gewaltig. Alleine der finale Angriff ist unglaublich intensiv eingefangen. 

Wenn man weiß, dass die "US-Horse Soldiers" die erste US-Spezialeinheit waren, die in die afghanischen Gebiete unter der Kontrolle gefährlicher Warlords entsandt wurde, dann ist es umso verblüffender, dass sie

ACHTUNG SPOILER:

keine Verluste zu beklagen hatten.

SPOILER ENDE!

Klar ist bei Filmen mit dem Hintergrund einer wahren Begebenheit vieles dazugedichtet, die Realität hat meistens nicht das Zeug für Hollywood-Filme. Wenn es allerdings der Wahrheit entspricht, dann waren da wirklich Teufelskerle im Einsatz, die sich von der Luftunterstützung, um die Ziele am Boden zu markieren, teilweise selbst wegsprengen lassen haben. Und die sich auf Pferde gesetzt haben, um wie Cowboys in die Schlacht zu reiten, teilweise ohne Erfahrung oder Finessen. Und ohne Angst, wenn man sich die Kamikaze-Aktionen so ansieht. Wer da keine schweissnassen Hände bekommt, ist ziemlich abgebrüht oder desinteressiert.

Manko: Mitch Nelson wird als Anführer dargestellt, dem seine Männer in den Tod folgen würden. Ohne Kampfeinsätze irgendwie schwer nachzuvollziehen. Aber vielleicht war er ja ein Crack in der theoretischen Kriegsführung.

Die Specials warten mit interessanten Interviews der Darsteller auf.

DVD, Blu-ray, 4K UHD mit HDR und digital-VÖ: 24.07.2018