(Day By Day Records/Throgh Love Records/Indigo)

Wer sich zu der Hörerschicht von Hardcore Punk zählt, kommt dieser Tage nicht an den Leipziger Musikern von WAYSTE vorbei. Das Geknüppel auf ihrem Debütalbum "The Flesh And Blood" erinnert an die Mucke von Gallows, Every Time I Die oder Converge, was durchaus als Kompliment gemeint ist.

"The Flesh And Blood" stellt zwar das Debüt-Album dar, folgt aber auf die 2016er 6-Track-EP „No Innocence“. Bereits dort bewiesen die Leipziger ihre Vorliebe für einen düsteren und ruhelosen Hardcore Sound. An diesem Eisen hat man weiter geschmiedet, so dass man dem jetzt erscheinenden Longplayer eine gewisse Weiterentwickluing attestieren kann. Zurückzuführen vor allem auf die nun etwas mehr in den Fokus gerückten Punk-Elemente im ansonsten immer noch recht brachialen Sound der Band.

Über eine Dauer von 37 Minuten weben WAYSTE an einem Klangteppich aus Wut, Trauer und Verzweiflung. Das Klingt dann auch so, wie man es sich wünscht, wenn man bewusst eine Hardcore Punk Plate auflegt. Besonders interessant klingt die Band in den Momenten, wo die Melancholie Einzug in den Sound hält. So wird der Track 'Elder' zu einem Fixpunkt der Platte. Mit unaufdringlichem Emocore öffnet die Band hier die Tür für weitere Experimente im Sound. Diese Steilvorlage nutzt dann vor allem 'Server And Serve' um verschiedene Stilrichtungen auszuloten. Und auch das diabolische 'Mourn' klingt interessant und bedrückend zugleich.

Nach der Demo geht es bergab? Von wegen! WAYSTE belohnen die Geduld ihrer Fans mit einer starken Debüt-Platte für die man sich ausreichend Zeit in der Entstehung genommen hat. Mit WAYSTE ist künftig zu rechnen.

Der Song für die Playlist/das Mixtape: 'Server And Serve'

Album-VÖ: 07.09.2018