(Luxury)

Wenn ihr mal wieder auf der Suche nach einem Teekesselchen seid, dann hätten wir hier einen Vorschlag für euch: Rådjuret. Rådjuret bezeichnet zum einen ein schwedisches Ferienhaus und zum anderen handelt es sich dabei um die schwedische Sängerin Veronika Nilsson aus Stockholm, welche am 7.September ihr Debüt-Album unter dem Namen Rådjuret veröffentlicht hat.

Es ist schon recht ungewöhnlich, wenn wir bei Gestromt ein Album besprechen, welches bereits so lange vom Erscheinungsdatum zurückliegt, auf dem man kein Wort versteht und welches letztendlich ein solcher Geheimtipp ist, dass die Abrufzahlen der meisten Songs bei Spotify noch nicht einmal erfasst wurden. Zudem ist nichts an dieser Platte fancy, catchy oder sonst wie Absatz fördernd.

Aber wenn man das alles weglässt, bekommt man hier einfach ein Album zum Verlieben. Und das auf Schwedisch, das kann also nur gut sein (Meiner Vorliebe für schwedische Indie-Musik habe ich hier ohnehin schon ausführlich gehuldigt). Veronika Nilsson aka Rådjuret spielt auf dem selbstbetiteltem Debüt-Album zehn melancholische Lo-Fi IndiePop-Songs, welche sie in ihrem angemieteten Appartment in Bredäng, einem Vorort von Stockholm, aufgenommen hat. Die Stücke erinnern schwach an Agent Bla und stark an Beach House. Rådjuret spezialisiert sich auf die leisen Töne, aber zieht den aufmerskamsen Hörer mit diesen umso mehr in den Bann.

Das gesamte Album lässt sich via youtube streamen oder über die euch bekannten Streamingportale abrufen. Die meisten Abrufe verzeichnet der Track 'Att gräva ner sig'. Vermutlich unbewusst kupfert der vermeintliche Hit seine Melodie bei der Gitarrenversion von Maeckes Track 'Unperfekt' ab. Das ändert allertdings nichts daran, dass Rådjuret ein absoluter Geheimtipp ist und es vermutlich auch bleiben wird. Also liebe Indie-Nerds, der Herbst-Blues bekommt hier seinen traumhaften Soundtrack geliefert:

Der Song für die Playlist/das Mixtape: 'Monofobin – ett självete'

Album-VÖ: 07.09.2018