(Solid Sounds)

Das lettische Quartett NEON SATURDAYS veröffentlicht mit "Freaks In The Ocean" sein zweites Album, welches förmlich nach Hit duftet. Kein Wunder, wenn man einen Blick auf den Beipackzettel mit den Zutaten wirft. Als Produzent konnte man Lewis Gardiner (Ellie Goulding, CHVRCHES, Twin Atlantic, Kiesza) gewinnen und gemastert wurde das Zweitwerk von keinem geringeren als Andy Baldwin, welcher schon Oasis den letzten Schliff zu verpassen wusste.

Und so ist es auch kein Wunder, dass NEON SATURDAYS so klingen wie sie letztendlich klingen. Und zwar melodiös und catchy, und das über eine Albumlänge von zwölf Songs. Die Vorabsingle 'Phoenix' beweist sich als perfekter Probierhappen, falls jemand testen möchte, ob die NEON SATURDAYS in seinen Plattenschrank passen:

Man hört eine perfekte Symbiose aus akustischen Elementen und Synthie-Sounds. Zwar immer mit der Gefahr des Zuckerschocks verbunden, schaffen es die Musiker immer noch rechtzeitig die Kurve zu kriegen, bevor man sich allzu genervt vom klanglichen Süßholz der Band abwendet. Und das ist auch gut so, denn die Band hat durchaus etwas zu sagen und sich wirkliche Themen auf die Coming-Of-Age Fahne geschrieben.

„Wir glauben, dass wir in einem Jahrhundert leben, in dem es viele Menschen quält, dass sie sich fehl am Platz fühlen. Noch nie zuvor in der Geschichte haben wir die sozialen Normen, unsere eigenen Werte und unser Verhalten stärker hinterfragt als jetzt. Das macht einerseits unglücklich und verursacht aber andererseits dringend nötige Veränderung. Uns hat es dazu inspiriert, dass wir einen Großteil unserer Arbeit dem Jetzt, in dem wir leben, gewidmet haben.“, so Gitarrist und Songwriter Edvins Rakickis. „Das Album spricht viele verschiedene Themen an, wie zum Beispiel den Bruch verschiedener sozialer Gewohnheiten, das Risiko, die Fehler der Eltern zu wiederholen und die endlose Suche nach Neuem, wenn du glaubst, du hast schon alles gesehen. Jeder Song ist eine Geschichte für sich uns basiert auf unseren eigenen Erfahrungen, die sowohl unglücklich als auch glücklich waren. Das ist der Grund dafür, dass sich die Stimmung während des Albums immer wieder verändert“, erklärt Bassist und Songwriter Martins Rudzitis.

So gibt es neben dem perfekt getrimmten Radiopop ('Turn Back Time', 'Since 17' oder 'Heartbeat') auch melancholische Momente auf "Freaks In The Ocean", wie zum Beispiel die aktuelle Single 'Gravity', welche in einem sehr ansehnlichen Musikvideo visuell umgesetzt wurde:

Überhaupt scheinen NEON SATURDAYS ein gutes Händchen für die Auswahl der Singleauskopplungen zu haben. So hat es unter anderem die abschließende Nummer 'Get Up' in die Playlisten einiger Radiostationen geschafft. Kein Wunder, klingt die Nummer doch mystisch, sphärisch und geradezu suchterzeugend. Sprich: wie ein perfekter Popsong:

Der Song für die Playlist/das Mixtape: 'Get Up'

Album-VÖ: 09.11.2018