(Big Scary Monsters)

„Through A Wall“ erschein bereits Anfang September ohne Ankündigung in digitaler Form. Da SINGLE MOTHERS ihre Musik aber in erster Linie für Leute machen, die das klangliche Kunstprodukt zu schätzen wissen, ist eine physische Veröffentlichung geradezu Pflicht. So konnten sich die Fans bis jetzt warmhören, halten „Throgh A Wall“ aber erst seit ein paar Tagen in den Händen.

Ebenso so wandelbar wie der Sound, scheint auch die Besetzung der Band zu sein. „Ich sehe Single Mothers mittlerweile als eine Art Fahrzeug, in dem ich gerne fahre oder ein Apartment, in dem mich verschiedene Freunde besuchen kommen und immer Kleinigkeiten für mich da lassen," erklärt Frontman Drew Thomson. Präsentierte das letztjährige SINGLE MOTHERS Album die eher poppige Seite der Band, holt „Throgh A Wall“ zum Schlag in die Magengrube aus. Die Wut der frühen Tage hält hier hörbar Einzug. Fette Riffs, halsbrecherische Tempowechsel und zum Moshen einladende Breakdowns finden sich auf dem Album zu genüge. Verantwortlich für den erneuten Stilwechsel zeigen sich in erster Linie Frontmann Drew Thomson und Produzenten/Percussionisten Ian Romano, welche so etwas wie den Band-Kern bilden. Ansonsten wurden alle 14 Songs mit einem ständig wechselnden Casts aus Musikern aufgenommen.

Von den 14 Stücken auf „Through A Wall“ durchbrechen auch gerade mal zwei Tracks die 3:00-Minuten Grenze. Ansonsten beweist die Band hier ihre Stärke auf der Kurzstrecke und das obwohl sich der Opener 'Marathon' schimpft. Ansonsten klingt die Band hier so dringlich wie selten zuvor. Alleine der Dreier-Block mit 'Dog Parks', 'Switch Off' und 'Catch & Release' sasust in einem Tempo an einem vorbei, dass die Gefahr des Schleudertraumata besteht. Erst Track #7, 'Stoic/Pointless', lässt den Hörer mal kurz durchatmen, bevor mit 'Web' das Gespedal wieder durchs Bodenblech getreten wird.

Bei solch einer rast- und ruhelosen Hochgeschwindigkeitsplatte, fällt es mir immer schwer einen Track für die Playlist zu empfehlen. Das klingt alles in einem Guss, ohne besondere Höhepunkte, glücklicherweise aber auch ohne Tiefen.

Der Song für die Playlist/das Mixtape: 'Dog Parks'

Album-VÖ: 26.10.2018