(STEM/Selfrelease)

„Shine A Light“ von MOOREA MASA gehört zu den Platten aus dem Gestromt-Kosmos, welche ihr auch am Heiligabend unbedenklich auf den Plattenteller legen könnt, wenn die Schwiegereltern zu Besuch kommen.

Lieder und Musik waren schon immer ein wichtiger Teil des Lebens für MOOREA MASA, die im Musikmekka Portland, Oregon, USA, aufgewachsen ist. Als Tochter eines italienischen Einwanderers und einer Afroamerikanerin macht diese Sängerin, Songwriterin und Gitarristin schon so lange Musik wie sie denken kann. Bereits im Alter von 15 Jahren hat sie sich in Clubs der Stadt geschlichen, um dort eine Chance zu ergattern, auf der Bühne zu stehen. Die pulsierende Musikcommunity in Portland nahm das junge Talent deshalb auch unter die Fittiche. Später verließ Masa Portland, um am Liverpool Institute for Performing Arts in England zu studieren. Dann hat sie einige Zeit als Aussteigerin in einer Höhle gewohnt und die Flamencomusik in Granada, Spanien, aufgesogen. Als sie schließlich nach Hause nach Portland zurückkehrte, hat sie ihre Musikkarriere ernsthaft begonnen.

Ergebnis ist das inzwischen erhältliche Debütalbum “Shine A Light”, welches inzwischen auch in einer Bonus Edition erhältlich oder streambar ist. Darauf finden sich elf Tracks in einem Spannungsfeld aus Soul, RnB, Pop und Folk. Vor allem die Single ‘I Can’t Tell’ sticht hervor und kann beeindruckende Streaming Zahlen via Spotify und Youtube vorweisen:

Der Song gibt einen guten Eindruck von dem, was einen auf “Shine A Light” erwartet. Das Album wurde von Jeremy Most mitproduziert, welcher in sich der jüngsten Vergangenheit vor allem einen Namen als verlässlicher Gitarrist erworben hat. Er arbeitete mit Größen wie den Chainsmokers oder Emily King zusammen. Bei MOOREA MASA hält er sich jedoch vornehm im Hintergrund und überlässt die Bühne voll und ganz der Hauptattraktion MASA, welche sich auf dem Album intensiv mit ihrer eigenen Vergangenheit auseinandersetzt: Shine A Light kommt aus der Tiefe einer manchmal schwierigen Kindheit und möchte den Glauben daran ausdrücken, dass man das Leben hinterfragen muss, denn sonst ist es nicht wert, es zu leben. Ich habe wirklich mein ganzes Herz in dieses Album ausgeschüttet. Dieses Jahr bin ich bei meiner eigenen Lebensgeschichte, meinen Erkenntnissen und Zustand meines eigenen Lebens in die Tiefe gegangen“, meint die Sängerin. „Ich fühlte mich als hätte ich einen Scheinwerfer genommen und überall dorthin geleuchtet, in all die Schönheit aber auch Dunkelheit, wo ich vorher Angst hatte, überhaupt hinzuschauen“.

Das einige Tracks auf dem Album bereits schon mehr als zwei Jahre auf dem Buckel haben, fällt im Gesamtkontext kaum ins Gewicht. Vor allem die etwas älteren Tracks, wie z.B. ‘Conversation’ punkten durch ihre etwas mehr im Rockbereich behafteten Instrumentierung:

Das sich die Sängerin für “Shine A Light” scheinbar viel Zeit in seiner Entstehung genommen hat, tut der vermittelten Stimmung des Albums hörbar gut. Entspannt und dennoch interessant. Eines der wenigen Alben, die sowohl nebenbei als auch bewusst hörbar sein dürften.

Der Song für die Playlist/das Mixtape: ‘Conversation’

Album-VÖ: 19.10.2018