(Little Rocket Records/ PHD/ Flight 13)

Aus dem Hause Little Rocket Records flattert neue Qualitätsware über den Ärmelkanal. Dass das Label unter Verantwortung von jemanden der Band Leatherface steht, hört man bisweilen an der Auswahl der Veröffentlichungen.

MEAN CAESAR präsentieren ihre selbstbetitelte EP, die zwar bereits im November ihre Premiere feierte, aber nichtsdestotrotz bei uns Erwähnung finden sollte, da hier das Spektrum von rau gesungenen Punkrock abgebildet wird, welches ja ein gern genommenes Genre unserer Zielgruppe ist - und ich mag's ohnehin. 🙂

Neben bereits erwähnten Leatherface gab es schon immer Bands aus UK, die den Whiskey-Punkrock der Gainesville-Schule auf europäischen Boden transkribieren konnten - Milloy, Former Cell Mates oder Bangers seien mal genannt. In diese Riege reihen sich MEAN CAESAR ohne weitere Diskussionen ein, denn Songs der Marke 'The Lane', 'June 12th' und 'Blinded Eyes' haben diese emotionale Tiefe, die in Verbindung mit leicht dissonanten, aber trotzdem straighten Punkrock-Nummern im Ohr hängenbleiben wollen. 'South London Summer' z.B. erinnert an das grandiose Debüt "London" von Apologies, I Have None. Desweiteren haben es die Tracks 'Gone' und 'Drowning' auf die EP geschafft, die etwas hibbeliger wirken, aber somit für notwendige Abwechslung sorgen.

Ende der 90er-Jahre hätten MEAN CAESAR mit ihrem verspielten Punkrock (man höre nur den Gitarren zu) für Jubelschreie gesorgt, so ist "Mean Caesar" ein schöner und nostalgischer Blick zurück, der Spass macht und dafür sorgt, dass man mehr von dieser Band hören möchte.

EP-VÖ: 23.11.2018