(Polyvinyl / Big Scary Monsters / Al!ve)

Singer-Songwriter David Bazan stellt das pulsierende Herz des musikalischen Projektes PEDRO THE LION. Auch wenn Bazan nie so richtig weg war, er musizierte unter anderem mit Headphones, Overseas, The Undertow Orchestra oder Lo Tom, um PEDRO THE LION war es jedenfalls verdammt ruhig die letzten Jahre. Satte 14 Jahre hat es gedauert bis mit ‘Yellow Bike’ vor wenigen Wochen ein erster neuer Song von PEDRO THE LION zu hören war. Der klang verdammt vielversprechend und auch das im Januar 2019 erscheinende Album wird ungeduldige Fans versöhnen - versprochen.

Bazan erweist sich auf “Phoenix” mal wieder als toller Geschichtenerzähler. Verloren sich die früheren Alben noch in ihrem Lo-Fi-Sound, so summieren sich die eigenwilligen Songs auf Phoenix zu einem echten Album-Gower. Musikalisch wirkt das ganze zwar weniger intim als auf den Vorgängeralben, aber dafür raffinierter und opulenter.

Wer das überprüfen möchte, kann sich zunächst einmal durch die gesammelten Vorab-VÖs klicken:

 

Zum Track ‘Model Homes’ sagt David Bazan: "Ein Redwood-Baum dem man all seine Ressourcen entnommen hat, könnte sich selbst fast für einen Saguaro-Kaktus halten und plötzlich in der Wüste wie zu Hause fühlen."

‘Quietest Friend’ behandelt die Prämisse besser zu sich selbst zu sein, um besser zu anderen zu sein. Neben den drei Songs sticht für meinen Geschmack ganz besonders der Track ‘Black Canyon’ heraus. Das blues-folkig angehauchte Stück erzählt eine Geschichte über Notfallsanitäter, die sich immer wieder grausigen Szenen stellen müssen und Geschichten als Bewältigungsmechanismen erzählen. Es handelt sowohl von dem, was drumherum passiert, als auch von dem, was in ihnen vorgeht und wird von seiner charakteristischen Freundlichkeit und Versöhnlichkeit dargeboten, die die dunkelsten Töne von PEDRO THE LION zum Strahlen bringen.

Der Song für die Playlist/das Mixtape: 'Black Canyon'

Album-VÖ: 18.01.2019