(Century Media Records)
Gleich zu Beginn des Jahres bringen ARCH ENEMY eine Kollektion all ihrer jemals aufgenommenen Coversongs heraus. Daraus resultiert eine Scheibe mit satten 24 Songs. "Covered In Blood" beinhaltet entsprechend nicht nur Stücke mit der aktuellen Söngerin Alissa White-Gluz, sondern auch ein paar Nummern mit Angela Gossow und sogar mit Urgestein Johan Liiva.
Bei der Songauswahl wechseln die Schweden munter zwischen Metal-Klassikern (z.B. Judas Priest - Breaking the law oder Megadeth - Symphony of destruction), in ein Metalgewand gepackte Popsongs (z.B. Tears For Fears - Shout oder Mike Oldfield - Shadow on the wall), sowie Hardcore- und Punksongs (z.B. Discharge - Warning oder Skitslickers - Warsystem).

Arch Enemy 04/2017


Neben klanglichen Schwankungen sind es vor allem Schwächen in der gesanglichen Umsetzung, die mir ein wenig den Spaß an "Covered In Blood" verleiden, was aber mutmaßlich vielmehr an den allzu sehr im Hinterkopf präsenten Originalnummern liegt als an der Neuinterpretation...
Wir alle kennen ja den Satz "gut geklaut ist immernoch besser als schlecht selbst gemacht". Aber das ist bei einer Band wie ARCH ENEMY ja nicht zu befürchten. Hier merkt man die Bemühungen, mit Coversongs mal etwas anderes zu machen, aber die Erwartungshaltung ist dann halt doch zu hoch, dafür ist das Original (sowohl der Songs als auch der darbietenden Band) insgesamt einfach zu stark.
Für Fans sicherlich eine gute Gelegenheit, die Sammlung zu vervollständigen, da viele der Songs in Sondereditionen, auf Samplern oder sonstigen Veröffentlichungen gelandet waren und nun gebündelt auf einem Tonträger sind. Als Einstieg in die Welt von ARCH ENEMY ist das aber m.E. nicht geeignet, dafür haben die Songs und die Umsetzung nicht genug mit der Band zu tun.

Photo by Katja Kuhl

ALBUM-VÖ: 18.01.2019