(Amuse)

Es gibt immer wieder Bands die genauso klingen wie sie heißen: Metallica, Pantera oder eben OK SWEETHEART.

OK SWEETHEART nennt sich das musikalische Projekt der in New York geborenen und in Oklahoma geschulten Sängerin/Songwriterin Erin Austin. Ihre Discographie ziert bisher einen Longplayer ("Home") aus dem Jahre 2011 und eine ganze Reihe von Single-VÖs. Das sich die Sängerin für ihr zweites Album dann ganze acht Jahre Zeit gelassen hat, ist ein Indiz dafür, dass wir es hier mit keinem musikalischen Schnellschuß zu tun haben. Und eines muss man "Some Space" dann auch wirklich eingestehen, in seiner Genre-Schublade des Pop ragt das Album weit über die Qualitäten der Mitbewerber heraus.

Austin liefert hier elf abwechslungsreiche Popentwürfe die ordentlich mit Soul gesalzen wurden. Referenzen finden sich dann auch eher bei Amy Winhouse, Feist oder Lanikai, als bei Katy Perry oder Pink. Der Opener 'Pranks' euphorisiert mit der besten Pfeifmelodie seit 'Young Folks', 'Have It All' holt sich Bläser als unterstützendes Element und 'Simple' begeistert mit einer melancholischen Zartheit, wie sie Angus and Julia Stone in ihren besten Momenten nicht besser hinbekommen. Und das waren dann auch lediglich die ersten drei Songs.

Auf der Habenseite steht eindeutig, dass das Album seine Vielfalt über die gesamte Spieldauer aufrecht erhalten kann und es dabei auf der anderen Seite schafft, durchaus stimmig und wie aus einem Guß zu klingen. Und an genau solch einem Vabanquespiel verheben sich oftmals viele Musiker oder Bands die zu viel wollen. Nicht so OK SWEETHEART. Denn egal ob drauflosrockend ('We Can Do It'), mit ordentlich Soul in der Stimme ('I'm Loosing It') oder gefühlvolle Ballade ('Some Space'), die Band erschafft stets ein stimmiges Arrangement.

Bei all der Lobhudelei wird "Some Space" jedoch sicherlich nicht als als Megaseller in die Geschichte eingehen - dafür ist bewegt man sich einfach zu weit unter dem Aufmerksamkeitsradar - aber es wird OK SWEETHEART einige neue Freunde bringen. Ich bin schon mal einer.

Der Song für die Playlist/das Mixtape: 'We Can Do It'

Album-VÖ: 01.03.2019

Wer die Band gerne live erleben möchte, hat an folgenden Terminen dazu Gelgenheit:

OK SWEETHEART - LIVE 2019:

  • 06.3. Alte Molkerei | Bocholt (DE)
  • 08.3. Hudson Bar | Ulm (DE)
  • 09.3. Cafe Gramsci | Dachau (DE)
  • 10.3. Altes Spital | Viechtach (DE)
  • 14.3. Bar Gabanyi | München (DE)
  • 15.3. Café Landei | Heiligenberg-Wintersulgen (DE)
  • 16.3. Neruda | Wien (AT)
  • 17.3. Schloß Albeck | Albeck (AT)
  • 19.3. Wohnzimmer | Klagenfurt (AT)
  • 21.3. Wohnzimmerkonzert | Bern (CH)
  • 22.3. Anlagen Café | Schwäbisch Hall (DE)
  • 23.3. Kokolores | Künzelsau (DE)
  • 28.3. 8304 Bar | Wallisellen (CH)
  • 29.3. Sonic | Erding (DE)
  • 30.3. Schalander | Maintal-Hochstadt (DE)
  • 31.3. Hafen 2 | Offenbach (DE)
  • 01.4. Schick und Schön | Mainz (DE)
  • 02.4. Cube | Düsseldorf (DE)
  • 03.4. Schauspielhaus | Bergneustadt (DE)
  • 04.4. Musikzehner | Langenberg (DE)
  • 05.4. Soundyard | Bergedorf (DE)
  • 06.4. Weitblick | Bugewitz (DE)
  • 07.4. Burg Henneberg | Hamburg (DE)
  • 09.4. Mal's Scheune | Wiesenburg (DE)
  • 10.4. Barkett | Berlin (DE)
  • 11.4. Kultus | Grevenbroich (DE)
  • 12.4. Lichtung | Köln (DE)
  • 13.4. Alte Darre | Bad Königshofen (DE)
  • 14.4. Kulturbahnhof | Radeburg (DE)