(BMG-Rights/ADA Warner)

Wenn man die ersten Klänge von SIMPLE CREATURES vernimmt, fängt es sogleich an im Kopf zu rattern. Das kommt einem nämlich unheimlich bekannt vor. Mit Blick aufs Cover lässt sich das Rätsel dann recht schnell entschlüsseln. Hinter SIMPLE CREATURES stecken Mark Hoppus (Blink-182) und Alex Gaskarth (All Time Low).

Lässt diese Kollaboration austausch- und vor allem vorhersehbaren Pop-Punk befürchten, klingt "Strange Love" dann doch ein bisschen anders. Denn nicht nur auf dem Cover von "Strange Love" sieht Mark Hoppus aus wie eine Mischung aus Buddy Holly und Rivers Cuomo, der Sound von SIMPLE CREATURES erinnert nicht nur entfernt an den typischen Weezer-College-Rock Sound.

`Drug´ ist der erste Song, den wir Leuten vorspielen, wenn wir ihnen unser gemeinsames Projekt Simple Creatures vorstellen“, so Hoppus. „Es ist nur logisch, dass wir den Track auch als erste offizielle Single veröffentlichen. Ich liebe die Mischung aus der schmutzigen Gitarre und der treibenden Kick-Drum. Inhaltlich geht es um gewisse Dinge, die man zwar liebt, die einen jedoch umbringen.“

„Es geht um eine Person oder eine Sache, für die man alles tun würde, obwohl man genau weiß, dass sie einem schadet“, ergänzt Gaskarth. „Anfänglich fühlt es sich toll und großartig an, doch irgendwann lässt die Wirkung nach. Doch dann ist es meistens schon zu spät. Im Studio hat der Song sofort funktioniert; er zeigt am besten, wofür Simple Creatures stehen. Er ist düster, dreckig und in dem Sound verwurzelt, mit dem wir aufgewachsen sind. Wir haben der Musik eine Richtung verpasst, die sich grundlegend von allem unterscheidet, was wir bisher gemacht haben.“

Wie weit weg sich die Musiker von ihren Ursprungsbands bewegen, zeigt vor allem die zweite Single der EP:

„Mit `Strange Love` treten wir buchstäblich die Tür in unsere Simple Creatures-Welt ein. Diese Songs repräsentieren ziemlich gut, worum es in diesem Projekt geht: Sich allen Erwartungen zu widersetzen und uns stilistisch einfach so auszuleben, wie wir wollen. Die Herausforderung war, etwas zu komponieren, mit dem wir uns definitiv aus unserer Comfort-Zone herausbewegen mussten. Wir hatten keine Angst davor, uns an unsere Grenzen zu treiben und immer noch ein wenig seltsamere Songs zu schreiben.“ erklärt Gaskarth.

Ähnlich mutig klingen auch die Nummern 'How To Live', 'Ether' und 'Lucy'. Es ist beileibe nicht das was man von diesem Projekt erwartet hat, auch wenn der Funke nicht so richtig zünden will, eine gehörige Portion Respekt darf man den beiden Musikern durchaus zollen. Am besten klingt in meinen Ohren dann ausgerechnet die Nummer 'Adrenaline', welche am ehesten auf Nummer sicher geht und nahe am Sound der Hauptbands wandelt:

Der Song für die Playlist/das Mixtape: 'Adrenaline'

EP-VÖ: 29.03.2019