(Rough Trade/Zebralution/Ferryhouse Production)

Singer-Songwriter LUKE SITAL-SINGH veröffentlicht mit "A Golden State" seinen dritten Longplayer und erhält zum dritten Mal in Folge gute Kritiken in den Feuilletons und Musikblogs dieser Welt. Chapeau!

Jedes Jahr veröffentlicht die BBC die viel beachtete „BBC Sound of...“ Liste. Diese sich selbst erfüllende Prophezeiung sagte bereits die Weltkarrieren von Lady Gaga, Adele, Jessie J oder Ellie Golding voraus. Oder wenn man im Gestromt-Kosmos bleiben möchte, die Karrieren von Ghosts, Royal Blood, Franz Ferdinand oder Enter Shikari. Und das alles weit bevor die Künstler überhaupt ihr erstes Album zusammengeschustert hatten.

2014 fand sich mit LUKE SITAL-SINGH ein englischer Folkmusiker in der Liste, der seit dieser Adelung eine wohlverdiente Aufmerksamkeit erfährt, aber bis heute noch unerkannt einkaufen gehen kann. Die Gefahr ihn an seiner Stimme zu erkennen ist jedoch ungleich höher, denn sein melancholisch gefärbter Sound spülte seine Tracks in die Soundtracks von Hitserien wie Suits oder Grey's Anatomy. Es würde einen auch nicht wundern, wenn Tracks wie 'The Last Day' oder 'Los Angeles' in kommenden Staffeln solcher Herz-Schmerz-Serien zur Wideraufführung gelangen:

„A Golden State“ wurde von Tommy McLaughlin (Villagers, Soak) produziert, der auch schon Lukes letztes Album „Time Is A Riddle“ produzierte, und in den von Elliot Smith gegründeten Jackpot Studios aufgenommen in Portland aufgenommen. Im Video zu 'Raise Well' gewährt Luke Sital-Singh einen intimen Einblick in die Arbeit daran:

“Working in the studio is definitely one of the best parts of this job. To disappear from the world and focus solely on creating is so fulfilling. I’m glad we captured some of the process so you can all have a glimpse of what went in to making these songs.”, sagt Sital-Sigh zum Video.

Der Song selbst ist ebenso intim wie aussagekräftig. Sital-Singh dazu: “I’m not having a kid, but I think about it a lot. That’s the thing about this album: we’re at that moment in our lives. We’ve been married for so long, we’ve got a groove going. It skips around a bit – our jobs are a bit weird – but this is the point where you buy a house… have a kid… or move to America.”

Die drei Songbeispiele geben einen guten Eindruck davon, was den Hörer auf „A Golden State“ über die komplette Distanz erwartet. Eine durch und durch melancholische Grundstimmung, die an Bands wie The Paper Kites oder den bereits erwähnten Elliot Smith erinnert. Die Arrangements sind größtenteils sehr reduziert und auch der beeindruckende Falsett Gesang von Sital-Singh passt hier wie die berühmte Faust aufs Auge. Das trotz ähnlicher Songstrukturen keine Langeweile aufkommt, liegt vor allem daran, dass die Songs, mehr denn je, geprägt sind von Hingabe, Leidenschaft und Ideenreichtum.

Der Song für die Playlist/das Album: 'Los Angeles'

Album-VÖ: 05.04.2019

LUKE SITAL-SINGH Live 2019

02.06. Zürich, Papiersaal
03.06. Wien, Das Werk
07.06. Dortmund, FZW Indie Night