(Uncle M Music/ Cargo Records)

Aus Münster kommt das Punkrock-Outfit SHORELINE, die heuer ihr Langspiel-Debüt "Eat My Soul" vorstellen. Seit 2015 am Stizzle und mit einer beeindruckenden EP namens "You Used To Be A Safe Place" in der Hinterhand. Was bis dahin noch ungestüm klang, wurde nun fokussierter aufgenommen. Der frische Eindruck bleibt allerdings bestehen und SHORELINE verstehen es, perfekte getimte Punkrock-Songs zu präsentieren, die eine ordentliche Portion Emo-Rock mit auf dem Weg bekommen haben - alleine die ersten drei Tracks ('Andre The Giant', 'Hana', 'Bent/Broken') auf "Eat My Soul" sind grandiose Beispiele, wie man den 90er-Klang von Gameface oder Garrison in die Jetztzeit teleportieren kann. Dazu gibt es dann diese vertonte Hingabe, die aus jeder Note herausgefiltert wird.

Die Jungs haben das Herz am rechten Fleck (nämlich links 🙂 ) und lieben das was sie tun. 'Vanish' oder 'Walking Through' z.B. sind so verdammte Hymnen, die sich nicht scheuen, sich auch mal zurückzunehmen, um im nächsten Augenblick förmlich zu explodieren. "Eat My Soul" bietet keinen Schnick-Schnack, sondern 11x feinsten Punkrock, der modern und emotional angelegt ist. In einer halben Stunde ist das Album durch und nicht eine Sekunde davon wirkt überflüssig oder langweilig.

Shoreline_Photo_courtesy_of_Uncle_M

Shoreline_Photo_courtesy_of_Uncle_M

"Eat My Soul" ist die konsequente Weiterentwicklung und aktueller Status Quo einer Band, die sich ihren Weg hart erarbeitet und ihre Spielfreude mit unzähligen Liveauftritten perfektioniert hat. SHORELINE sollte man auf dem imaginären Zettel haben, sofern man sich als Freund punkrockiger Musik einordnet.

Album-VÖ: 12.07.2019