(Through Love Records/Indigo)

Seit Jahren gehören KÁLA zu den Geheimtipps im Post-Hardcore Genre. Nach zwei Eps ('Antithesis' und 'Thesis') und einer kompletten Umbesetzung vollendet die Band nun mit "Synthesis" ihre bandeigene Trilogie.

KÁLA folgen nicht der obligaten Formel „aus Alt mach Neu“, sondern erweitern diese Gleichung auf „aus Alt und Neu mach Anders“. Die Musiker selbst bezeichnen das als "Dreamo" - und das beschreibt ihren Stil aus Sheogaze und Post-Hardcore doch ziemlich treffend. Somit ist es auch kein Wunder, dass die Band zum Ende ihrer ersten Entwicklungs-Phase beim geschmackssicheren Through Love Records Label gelandet ist, welches im Shoegaze-Bereich wohl die derzeit treibendste Kraft sein dürfte.

Opener der EP und derzeit aktuelle Single ist 'Antidote' - „eine Hymne an das Wachstum und macht Mut zur Veränderung“:


Nach diesem Einstieg über die Post-Hardcore Schublade, öffnet sich der Sound in den Folgetracks merklich. Shoegaze und Dream-Pop Elemente durchziehen die beiden Ohrenschmeichler 'Passé' und 'Echo'. Spätestens ab diesem Zeitpunkt dürfte einen der Sound der Band gefangen genommen haben. Wer sich dem allerdings jetzt noch entziehen kann, der sollte sein Ohr mal an das instrumentale 'Interlude' legen. Stark!

Spricht man über KÁLA fallen immer wieder Vergleiche mit Bands wie La Dispute, Title Fight oder Have Heart. Hinter diesen großen Namen braucht sich die Innsbrucker Band jedoch nicht verstecken. Schließlich haben sie mit ihrer erst dritten EP bereits einige Entwicklungsschritte übersprungen, für die die genannten Referenzbands mehrere Alben brauchten.

Auf jeden Fall wird es spannend sein, den weiteren Werdegang von KÁLA zu verfolgen. Verbunden mit zwei Fragen: 1. Wann hat man den nötigen Mut für das erste Album? 2.Was soll nach so einer großartigen Trilogie überhaupt noch kommen?

Der Song für die Playlist/das Mixtape: 'Passé'

EP-VÖ: 19.07.2019