(Bridge 9/ Soulfood)

Irgendwann kommen sie alle wieder. Auch die Bostoner Hardcore-Institution (sic!) DEATH BEFORE DISHONOR haben nach knapp einer Dekade wieder Bock. In zehn Jahren kann natürlich viel passieren, allerdings bleiben sich DBD treu und zeigen bei ihrem neuen Werk "Unfinished Business" den Mut zu keinerlei Weiterentwicklung. In knapp 21 Minuten sind die acht Songs auch abgefrühstückt - es bleiben wenige Fragen übrig (z:B.: ist das dann nicht eher eine EP?).

Kathartisch, brutal, wütend - das sind Attribute, die einem in den Sinn kommen, wenn Songs wie 'Cowards Will Fall', 'Freedom Dies', 'Left To Die' oder 'Promises For Yesterday' (der im übrigen ein kurzes, geiles Gitarrensolo parat hält) über einen hereinbrechen.

Der Mix aus Hardcore der Terror-Schule, einem ordentlichen Punk-Vibe und klug gesetzten Metal-Elementen funktioniert noch immer. Allerdings ist es für den ungeübten Hörer schwierig die Songs auseinanderzuhalten, denn auf nuancierte Akzente wurde fast gänzlich verzichtet.

Death-Before-Dishonor-Photo-by-Todd-Pollock

Death Before Dishonor Photo by Todd Pollock

Das Aggressionspotential, welches in DEATH BEFORE DISHONOR schlummert, wird komplett ausgereizt und dürfte die alten Fans befriedigen. Genau für dieses Klientel ist "Unfinished Business" auch gemacht.

Album-VÖ: 26.07.2019