(Frenchkiss Records)

Das 80er Jahre Retro Revival geht inzwischen länger als sein Ursprungsjahrzehnt. An MISS JUNE mag dies jedoch nicht liegen, schließlich läuten sie mit "Bad Luck Party" bereits die 90er Sause ein.

Das mir "Bad Luck Party" unterm Strich so gut gefällt, könnte durchaus daran liegen, dass MISS JUNE hier so klingen wie viele Helden meiner musikalischen Sozialisation. Seien es die Smashing Pumpkins, Heather Nova, die frühen No Doubt und ganz besonders Garbage. Ursache könnte vor allemsein, dass Tracks wie 'Twitch' oder 'Best Girl' das Kunststück vollbringen ein 90ies Retrogefühl zu vermitteln, aber dennoch unglaublich frisch und tight daherkommen. Die Band gestaltet ihre Songs praktisch wie ein Gemälde und bedient sich dabei der kompletten Farbpalette. Somit vertrauen MISS JUNE nicht nur auf eingängige Melodien ('Best Girl'), sondern setzen auch mal einen Farbtupfer Shoegaze-Gitarren ('Orchid') oder eine Schattierung Grunge ('Anomaly'). Und trotz offensichtlicher Einflüsse von bereits genannten Bands, klingen MISS JUNE doch angenehm eigenständig und eigenwillig. Hörbeispiele gibt es in visualisierter Form bereits einige:

Wer sich von den eingängigen Hooks und der konkurrenzlose Bühnenpräsenz von Frontfrau Annabel Liddel persönlich überzeugen will, der kann dies in den nächsten Tagen auf der "Bad Luck Party" Tour dann auch tun:

"BAD LUCK PARTY" TOUR 2019:

18.09.19 - Berlin - MAZE
19.09.19 - Köln - Blue Shell
20.09.19 - Hamburg - Reeperbahn Festival
23.09.19 - Amsterdam - Cinetol (NL)
24.09.19 - Antwerpen - Trix (BE)

Der Song für die Playlist/das Mixtape: 'Best Girl'

Album-VÖ: 06.09.2019