(Pure Noise Records/ Soulfood)

Das sechste Album der Hardcore-Kapelle COUNTERPARTS hört auf den Namen "Nothing Left To Love" und stellt bereits im Albumtitel die Verzweiflung und tiefgreifende Melancholie voran, die thematisch in den zehn Songs herausgearbeitet werden.

Schon der erste Track 'Love Me' packt dich und zerreist jegliche Hoffungsschimmer auf einen Feel-Good-Trip. Nachfolgend gibt es mit 'Wings Of Nightmares' und 'Paradise And Plague' gleich zwei Hghlights am Stück, die sich strukturell zwar gleichen, aber dich mit einer beeindruckenden Wucht an die Wand drücken. Die Gitarren zaubern teilweise wunderbare Melodien in den Hintergrund, die an Alexisonfire erinnern. Durch die fette, aber niemals überkandidelte Produktion wird man in die Songs gezogen und kann sich diesem Sog kaum entziehen. Auch 'The Hands That Used To Hold Me' hat diesen Trademark-Sound, den sich COUNTERPARTS an ihr Revers stecken können. Sie sind mittlerweile in ihrer musikalischen Entwicklung soweit vorangeschritten, dass sie als eigene Referenzgröße herhalten dürfen.

Die sphärischen Sekunden im jeweiligen Mitteltteil von 'Cherished' und 'Imprints', sowie die brutal-aggressive Atmosphäre von z.B. 'Seperate Wounds' oder 'Your Own Knife' machen aus "Nothing Left To Love" ein kleines Schmuckstück in der Flut unzähliger Hardcore-Releases. Wer sich auf die Platte einlässt und diese intensiv hört, wird bei jedem Hördurchgang Nuancen entdecken, die den Facettenreichtum von COUNTERPARTS Stück für Stück freilegen.

Das laufende Hardcore-Jahr ist ja an starken Veröffentlichungen wahrlich nicht arm - COUNTERPARTS liefern für das letzte Quartal in 2019 nochmal ein Highlight. "Nothing Left To Love" ist ein starkes Album, welches fokussiert und verdammt energetisch abliefert.

Album-VÖ: 01.11.2019